Dienstag, 21. März 2017

|Stefka reads| "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas - lass Dich in eine fremde Welt entführen...

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" 

Sarah J. Maas
Fantasy
Deutsch (original: Englisch)
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Die Autorin Sarah J. Maas ist mir im Laufe des letzten Jahres auf verschiedenen Blogs begegnet. Jeder schien von ihrer "Throne of Glass"-Reihe begeistert zu sein (die ich am Anfang zugegebenermaßen mit der "Mortal Instruments"-Serie verwechselt habe). Als ich kürzlich eine Online-Bestellung aufgegeben habe, war ich durch die vielen begeisterten Rezensionen zu Sarah J. Maas' Büchern so angefixt, dass die deutsche Ausgabe des Auftakts ihrer neuen Reihe mit in meinen Warenkorb gewandert ist. Eigentlich eher ungewöhnlich für mich, da ich solche Bücher normalweise im englischen Original auf dem E-Reader lese, aber hier hat mir das deutsche Cover so gut gefallen, dass ich mir das deutsche Hardcover bestellt habe. 

Feyre lebt gemeinsam mit ihrem Vater und ihren beiden Schwestern in bitterer Armut. Obwohl sie die jüngste der drei Schwestern ist, muss sie für das Überleben ihrer Familie sorgen, denn sie ist die einzige, die weiß wie man jagt und das erlegte Wild ausnimmt. Auf einem ihrer Jagdstreifzüge kommt es zu einer schicksalshaften Begegnung mit einem Wolf, den Feyre erlegt. Kurze Zeit später erscheint Tamlin, ein Fae, in der ärmlichen Hütte von Feyres Familie und entführt sie als Vergeltung für den Tod seines Freundes in das Reich der Fae. Auf diese Weise erfährt Feyre, dass sie keinen Wolf sondern einen Fae getötet hat... 


"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas


Sarah J. Maas gelingt es, eine ganz eigene Welt zu erschaffen. In dieser Welt existieren die Welt der Sterblichen und die Welt der Fae nebeneinander. Zunächst klingt es, als wäre die Welt der Fae märchenhaft schön und so viel besser als die Welt, aus der Feyre stammt. Die Idylle bekommt jedoch sehr schnell Risse und Feyre muss erkennen, dass sie bei Tamlin zwar keinen Hunger leiden muss, aber trotzdem an allen Ecken tödliche Gefahren lauern. 

Am Anfang kann Feyre Tamlin nicht viel mehr als Hass entgegenbringen, schließlich wurde ihr ein ganzes Menschenleben lang eingetrichtert, wie schrecklich und grausam die Fae seien. An der Stelle würde ich durchaus von Gesellschaftskritik sprechen. Die Parallelen zu real existierenden Problemen waren für mich fast erschreckend. Mit der Zeit wird es trotz aller Vorurteile immer schwerer für Feyre, sich dem rauen Charme von Tamlin zu entziehen... 

Tamlins bester Freund Lucien gehört zu meinen Lieblingscharakteren im Buch. Er ist sarkastisch, witzig und direkt und liefert sich tolle Rededuelle mit Feyre. Manchmal verbirgt er sein Herz gekonnt hinter einer schroffen Fassade, aber in den wichtigen Momenten ist er loyal und opfert sich für Feyre und Tamlin auf. 

Ich habe den Eindruck, dass viele Leser von Rhys, einem weiteren Fae, dem Tamlin und Lucien in leidenschaftlichem Hass verbunden zu sein scheinen, begeistert sind. Mir war sein Charakter ein wenig zu plakativ. Er wurde als Bösewicht in die Geschichte eingeführt, aber mir war von Anfang an klar, dass seine Rolle eine andere sein soll. Da hat mir der eigentlich beabsichtigte Überraschungseffekt gefehlt. 

Ich glaube auch erahnen zu können, wo die Konstellation Feyre - Tamlin - Rhys hinführen wird, denn die Beschreibungen zu den dreien im ersten Band haben bei mir Erinnerungen an die Sookie Stackhouse/"True Blood"-Reihe hervorgerufen. Daneben gibt es in meinen Augen Parallelen zu den "Hunger Games" von Suzanne Collins. Ich hatte bereits vorher gelesen, dass das Buch auf "Die Schöne und das Biest" basieren soll, da ich mich selbst aber weder mit dem Disney-Film noch mit dem zugehörigen Buch auskenne, kann ich mich hierzu nicht äußern. (An der Stelle muss ich wohl anmerken, dass ich animierte Filme noch nie mochte. Dasselbe gilt für Märchen jedweder Art, da diese mir zu Kindertagen einige traumatische Erlebnisse beschert haben). 


"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas


Wenn man von der einen oder anderen oben erwähnten Vorhersehbarkeit absieht, hat mich dieses Buch von der ersten Minute an total in seinen Bann gezogen. Eine klare Leseempfehlung an alle, die dem Genre Fantasy offen gegenüberstehen bzw. bei diesem Genre nicht die Meinung vertreten, dass eine Liebesgeschichte darin nichts verloren hat (ich vertrete hier eher die Ansicht, dass ich nie wieder seitenlang etwas über endlose Wanderungen oder epische Schlachtszenen lesen möchte. Der eine oder andere Mann, der mir gewisse Fantasy-Epen empfohlen hat, darf sich an der Stelle durchaus angesprochen fühlen ;-). 

Mein einziges Problem ist aktuell, dass ich einerseits wahnsinnig gern wissen möchte, wie es mit Feyre, Tamlin, Lucien und Rhys weitergeht, andererseits die deutsche Ausgabe des zweiten Bandes noch nicht erschienen ist. Aber ich hätte so gerne ein einheitliches Bild in meinem Bücherregal und möchte die deutsche Version von Teil 2 neben dem bereits erworbenen Band 1 stehen haben. Decisions, decisions, decisions...

Sonntag, 19. März 2017

|Behind the Screens #13| Jura, Hörbücher, DIY

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.


Tulpen Deko
Frühlingsboten

Wie war Deine Woche? 

Anstrengend. Ich hatte am Mittwoch einen beruflichen Termin bei Gericht und das war so nervenaufreibend und sowohl geistig als auch körperlich auslaugend (das glaubt einem keiner, wie anstrengend es sein kann, 1 1/2 Stunden am Stück zu reden...), dass ich den Rest der Arbeitswoche richtig fertig war. Vor allem, da ich an den beiden darauffolgenden Tage weitere Besprechungen hatte.

Dafür habe ich mir am Mittwoch auch etwas gegönnt: ein Hörbuch-Abo. Ich habe mich lange dagegen gesträubt, da ich "richtige" CDs bevorzuge, aber nachdem ich am Mittwoch Abend zum wiederholten Mal ohne neues Hörbuch da saß, obwohl am nächsten Tag eine lange Autofahrt auf meinem Plan stehen sollte, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe das Abo abgeschlossen. Ich höre über mein Smartphone (wäre also bei meinem alten Handy keine Option gewesen, denn da war der Speicher schon für weitere Apps zu klein). Somit habe ich den Vorteil, dass ich keine weiteren CDs anhäufe (Stichwort Minimalismus und Bücher). Das gefällt mir gut. Als erstes heruntergeladen habe ich mir "Liebe mich nicht" (GötterFunke 1) von Marah Woolf. Gefällt mir super gut bislang. Genau das richtige für Autofahrten.

Heute geht die Wintersportsaison zu Ende. Irgendwie seltsam, denn gefühlsmäßig war gestern erst Sölden/Sjusjøen etc. und nun soll schon alles vorbei sein. Da die Ergebnisse aktuell nicht meinem Geschmack entsprechen (insbesondere im Ski alpin), bin ich aber gar nicht sooo traurig, dass es vorbei ist. 

Das Regenwetter gestern war wirklich extrem eklig (da ist mir ein richtiger Winter 100x lieber - so wie die eiskalten Tage im Januar), weshalb ich meinen Sport nach drinnen verlegt habe. Heute war ich dafür morgens wie geplant laufen, was sehr schön war. Dank des eher trüben Wetters waren kaum Menschen und Pollen unterwegs - was ich als ausgesprochen angenehm empfunden habe.

Außerdem musste ich mich ein bisschen über Freunde wundern, die vor lauter eigener Probleme keinerlei Empathie für andere mehr zu haben scheinen. Versteht mich nicht falsch, ich weiß zu schätzen, dass es mir selbst gut geht, aber ein bisschen Interesse an meiner Lebenssituation wäre schön. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Leute meinen, man würde ein perfektes Leben führen, nur weil man nicht jammert und kein künstliches Drama veranstaltet.


Flow Magazin Finnland
Übernächste Woche geht es für mich nach Helsinki - darauf bereite ich mich mit einem kleinen Extra-Heft aus der neuen "Flow" vor.

Welches Buch war dein Lesehighlight im Februar und wieso?

Die Frage kann ich schnell und ohne zu zögern beantworten: "Paper Princess" von Erin Watt. Endlich wieder ein Buch, das mich ab Minute eins in seinen Bann gezogen hat. Und gibt es etwas schöneres, als wenn man sich in einen Charakter in einem Buch verliebt? I {heart} Easton Royal.


Schmuckschale nach einem DIY von paulsvera

Was war Dein Wochenhighlight?

Dass ich endlich mal wieder eine DIY-Idee umgesetzt habe. Auf dem Blog von paulsvera habe ich eine Schmuckschale aus Modelliermasse (F*I*M*O) entdeckt, die ich gestern gebastelt habe. Verziert habe ich sie mit einem goldenen Nagellack von Essie.

Blogrückblick

"New York, Actually von Sarah Morgan" - oder wenn Dich das Buch einer Lieblingsautorin nicht vom Hocker reißt...

"Weißwurst-Connection" von Rita Falk - oder wenn der Eberhofer sogar für seine Verhältnisse schlampig ermittelt

Ich bin ein Königskind! - warum die Bücher aus dem Königskinder-Verlag etwas besonderes sind

Samstag, 18. März 2017

|Stefka reads| "Ich bin ein Königskind" - Warum ich die Bücher der Königskinder liebe...

Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan der Bücher aus dem Königskinder-Verlag bin. Das liegt daran, dass die Bücher aus diesem Verlag brillante Inhalte mit einer liebevollen Gestaltung des Covers verbinden. So wird jedes einzelne Buch zu einem echten Schmuckstück. Deshalb stand für mich auch außer Frage, dass ich mich an der Blogparade "Ich bin ein Königskind" beteiligen werde.


Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Oben sieht man die beiden Titel aus dem Königskinder-Verlag, die ich bereits besitze. Hinzu kommt noch "Jane & Miss Tennyson", was jedoch bei meinen Eltern daheim in meinem Bücherregal steht. "Annähernd Alex" und "Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennett gehören zu meinen Favoriten im Jugendbuchbereich und waren echte Lesehighlights für mich, da sie die typische Leichtigkeit eines Jugendbuchs mit Tiefgang vereinen. Alle drei Bücher sind in meinen Augen eine klare Leseempfehlung. 


Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Mit großem Interesse habe ich mir deshalb auch das neue Verlagsprogramm der "Könisgkinder" durchgeschaut. Als Favorit ist mir hierbei "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee ins Auge gestochen. Ein historisches Jugendbuch mit Witz, das hört sich nach einem kurzweiligen Lesevergnügen an, das ich mir nicht entgehen lassen möchte.

Das schönste Kompliment, das ich dem Königskinder-Verlag machen kann, ist, dass ich bei Büchern, die von ihnen verlegt werden, immer zur deutschen Übersetzung greife, obwohl ich mich normalerweise in solchen Fällen für das englische Original entscheide. 
  


Freitag, 17. März 2017

|Stefka reads| "Weißwurst-Connection" von Rita Falk - Neues vom Eberhofer...

"Weißwurst-Connection" von Rita Falk - Neues vom Eberhofer...

"Weißwurst-Connection" 

Rita Falk
Franz Eberhofer #8
Krimi
Deutsch
Hörbuch
3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Endlich wurde es eröffnet, dass Nobelhotel von Niederkaltenkirchen, das passenderweise den Namen "Heimatwinkel" trägt und doch die Dorfgemeinschaft in Befürworter und Gegner gespalten hat. Wer glaubt, der Eberhofer könnte nun als Dorfpolizist wieder eine ruhige Kugel schieben, der irrt sich, denn bereits in der Eröffnungswoche wird ein Gast tot in der Badewanne aufgefunden. Der Eberhofer unterstützt die Hotelchefin nicht nur beim diskreten Abtransport der Leiche sondern macht sich auch auf die Suche nach dem Mörder.

Allerdings eher halbherzig und unkonzentriert, denn in seinem Privatleben geht es gerade hoch her: der Babba ist in Spanien, dafür lungert sein ungeliebter Bruder Leopold ständig auf dem Hof herum und stört Eberhofers himmlische Ruhe im Saustall durch hochfliegende Pläne vom Bau eines gemeinsamen Doppelhauses im hofeigenen Garten. Sowohl der Flötzinger als auch der Simmerl kämpfen mit Eheproblemen (die beim Metzgerehepaar dadurch verstärkt werden, dass es den von Gattin Gisela verhätschelten Sohnemann Max vom Gaul haut - frag' nicht...), so dass überraschenderweise der Eberhofer aktuell die glücklichste Beziehung von ganz Niederkaltenkirchen mit der Susi und dem kleinen Paul führt. Wäre da nicht die bereits erwähnte und von Susi durchaus forcierte Doppelhaushälfte, die wie ein Damoklesschwert über dem Eberhofer schwebt. Zum Glück kann sich der Eberhofer in diesen turbulenten Zeiten der Unterstützung vom Rudi sicher sein, der zwar noch immer in manchen Situationen ein weibisches Getue an den Tag legt, der sich aber auch bereitwillig im "Heimatwinkel" Undercover einschleicht... 

Eigentlich bin ich großer Fan vom Eberhofer, denn aufgrund der eigenwilligen, dialektlastigen Schreibweise von Rita Falk und des brillanten Vortrags von Christian Tramitz gehört es zum unterhaltsamsten, was deutsche Hörbücher zu bieten haben. Zu Beginn war ich auch durchaus angetan von diesem achten Band der Reihe, denn schon alleine das "Wiederhören" von all den altbekannten und liebgewonnenen Charakteren wie dem Eberhofer, der Oma und dem fränkischen Leichenfledderer macht einfach Spaß. Im letzten Drittel hat dieser Spaßfaktor für mich jedoch deutlich gelitten, denn Eberhofers sowieso noch nie sonderlich strukturierten Ermittlungen waren hier dermaßen wirr, dass ich nur den Kopf schütteln konnte.

Außerdem wird ein zwar überschaubarer - aber trotzdem in ausreichender Zahl vorhandener - Kreis von verdächtigen im Laufe der Geschichte ins Spiel gebracht, der sich aber plötzlich und völlig unausgegoren in Luft auflöst. Mit dem Ergebnis, dass ich bis zum abrupten Ende der letzten CD darauf gewartet habe, dass sich vielleicht doch noch eine Wendung ergibt.

Mir ist durchaus klar, dass ich beim Eberhofer keine durchdachte Ermittlungsarbeit und eine Thriller artige Krimihandlung erwarten darf, aber dieses Mal war der Mordfall definitiv viel zu nebensächlich, was bei mir das Gefühl zurücklässt, dass das komplette Potential dieses Handlungsstrangs verschenkt wurde. Auch die privaten Nebenkriegsschauplätze - die in diesem achten Band die Hauptrolle eingenommen haben - sind mit der Zeit ausgelutscht. Wir wissen mittlerweile alle, dass die Oma schlecht hört, der Babba auf die Beatles steht, der Leopold nervt und der Franz bindungsunfähig ist. Hier wird dringend frischer Wind benötigt - aber bitte nicht durch den neu aufgetauchten Bestatter mit untrüglichem Gespür für Mörder, bei dem ich mich noch immer frage, warum er überhaupt im Buch erwähnt wurde.

Ich hoffe, dass das nur eine vorübergehende Schwäche war und der Franz im nächsten Band wieder zur gewohnten Form auflaufen wird. Ich werde ihm noch eine Chance geben - aber auch nur eine!

Dienstag, 14. März 2017

|Stefka reads| "New York, Actually" von Sarah Morgan - oder warum auch Lieblingsautorinnen enttäuschen können...

Eigentlich bin ich großer Fan von Sarah Morgan, denn sie hat mit "Winterzauber wider Willen" ("Sleigh Bells in the Snow") und "Für immer und einen Weihnachtsmorgen" ("Christmas Ever After") zwei meiner allerliebsten "Chick Lit"-Romane EVER geschrieben. Der Grund, warum ich diese beiden Bücher so liebe, ist für mich offensichtlich, denn die jeweiligen Protagonisten bilden mit die schönsten Paare, von denen ich jemals gelesen habe. Einerseits so gegensätzlich, andererseits doch so perfekt zusammenpassend. Der Wortwitz, der in jedem Rededuell, dass die Hauptpersonen sich liefern, mitspielt. Und - nicht zuletzt - die Funken, die zwischen den beiden fliegen.   

Auch die anderen zwei Bände aus den beiden Reihen "O'Neil Brothers" und "Puffin Island" fand ich gut, wenn auch nicht so überragend wie die oben erwähnten Titel. 

Mit entsprechender Vorfreude sah ich deshalb der aktuellen Serie von Sarah Morgan entgegen. Diese heißt "From Manhattan With Love" und spielt - surprise, surprise - in New York. Eigentlich beste Voraussetzungen, denn ich mag New York sehr gerne und freue mich immer, wenn ich mit einem Buch dorthin reisen darf, schon alleine, um Schauplätze, die ich bereits "in echt" gesehen habe, in einem Buch wiederzufinden. Den ersten Teil namens "Sleepless in Manhattan" fand ich solide, jedoch hat mich das Paar, das im zweiten Band im Mittelpunkt stehen sollte, in diesem ersten Buch so gar nicht beeindruckt, weshalb ich "Sunset in Central Park" direkt übersprungen habe. Eher unbewusst habe ich auch den dritten Titel namens "Miracle on 5th Avenue" ausgelassen und bin erst mit "New York, Actually" wieder eingestiegen.    


New York, Actually von Sarah Morgan

„New York, Actually“         

Sarah Morgan                  
Chick Lit       
Englisch       
E-Book                   
3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)   

Molly ist Psychologin und betreibt einen Blog, der mittlerweile von hunderten Besuchern täglich frequentiert wird, die auf Rat zu Beziehungsfragen aller Art hoffen. Seit sie aufgrund eines Skandals, von dem der Leser am Anfang nicht mehr erfährt, als dass Molly durch diesen Skandal zu zweifelhaftem Ruhm auf "Twitter" gelangt ist, aus England nach New York fliehen musste, führt sie gemeinsam mit ihrem über alles geliebten Hund ein sehr zurückgezogenes Leben und arbeitet nur noch unter Pseudonym. Auch um die Liebe macht sie einen großen Bogen, da sie überzeugt davon ist, der Männerwelt kein Glück zu bringen.   

Daniel lebt und arbeitet ebenfalls in New York. Er ist ein äußerst erfolgreicher Scheidungsanwalt, der in Fachkreisen auch "Rottweiler" genannt wird. Eigentlich lebt er seine an Beziehungsunfähigkeit grenzende Freiheitsliebe ungehemmt aus, als er jedoch bei seiner morgendlichen Joggingrunde im Central Park Molly begegnet, übt sie eine bislang ungekannte Faszination auf ihn auf, die ihn nicht davor zurückschrecken lässt, sich einen Leihhund zu besorgen, um mit Molly ins Gespräch zu kommen.    

Das klingt prinzipiell nach einer wie für mich gemachten Geschichte. Spätestens seit Julie James - wahrscheinlich bereits seit "Liebling Kreuzberg" - mag ich alles, was mit Anwälten zu tun hat. Mich haben juristische Themen schon als Kind interessiert (und ich spreche hier nicht von "Richterin Barbara Salesch" sondern von "Ehen vor Gericht" oder "Verkehrsgericht" im ZDF, wo echte Fälle realistisch aufbereitet wurden. Also ohne plötzlich in den Gerichtssaal stürmende, nicht geladene Zeugen, die dem Fall eine ganz neue Wendung geben) und da ich mittlerweile quasi in dem Business arbeite, finde ich es immer spannend, von dieser ganz eigenen Welt zu lesen.   

Daniel hat mir als Charakter von Beginn an gut gefallen, aber leider will zwischen ihm und Molly so überhaupt keine Chemie aufkommen. The sparks just don't fly... Die beiden sind mir im Umgang miteinander viel zu nüchtern, so dass ich nie in die Stimmung gekommen bin, ein Happy End für sie herbei zu sehnen. Vielleicht war ich auch durch "Paper Princess" verwöhnt, aber je mehr das Buch fortgeschritten ist, desto weniger hat es mich interessiert. Am Ende habe ich es aus Pflichtgefühl und nicht aus Begeisterung beendet.   

Neben der fehlenden Chemie zwischen Molly und Daniel hat mich auch gelangweilt, schon wieder von zwei völlig bindungsunfähigen und beziehungsgestörten Protagonisten zu lesen, die am Ende trotzdem die große Liebe finden. Ich finde dieses Konzept einfach sooo ausgelutscht und frage mich, ob es in der Realität überhaupt bei irgendwem funktioniert.   

Deshalb werde ich auch bei den beiden nächsten Bänden der Reihe ("Holiday in the Hamptons", Erscheinungsdatum 15.06.2017 und "Moonlight over Manhattan", Erscheinungsdatum 19.10.2017) aussetzen. Die zwei Schwestern von Daniel, die dort die Hauptrolle spielen werden, sind nämlich noch schlimmer durch die Vergangenheit geprägt, als er selbst. Und davon möchte ich definitiv nicht lesen...

Sonntag, 12. März 2017

|Behind the Screens#12| Von Hunden, Männern und Biestern

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.


weiße Orchidee

Wie war Deine Woche? 

Auch wenn es langweilig klingen mag, ich kann mich nicht beklagen. Die Arbeit macht Spaß und die Tage fliegen nur so dahin.

Am Donnerstag habe ich nach längerer Zeit jemanden wiedergesehen, zu dem ich bis vor drei, vier Jahren sehr engen Kontakt gepflegt habe. Das hat sich aus beruflichen und privaten Gründen geändert (verheiratet mit Kindern = zu nix mehr Zeit), weshalb ich es faszinierend fand, dass es bei der Wiederbegegnung war, als würden wir uns noch immer jeden Tag sehen. Wir liegen nach wie vor voll auf einer Wellenlänge, und er gehört zu den Menschen, mit denen nie unangenehme Gesprächspausen entstehen. Außerdem kenne ich niemanden, der einen besseren Humor hätte...

Von Freitag bis heute habe ich ein straffes Laufprogramm durchgezogen und bin jeden Tag 7 km gejoggt. Von ungezogenen Hunden abgesehen (gibt es eigentlich größere Egoisten als diverse Hundebesitzer, die meinen, sie hätte alle Wege in kompletter Breite gepachtet, und der Rest der Welt müsste akzeptieren, wenn die Hunde wild zwischen den Beinen herumrennen und am besten noch an einem hoch springen?!), hat es viel Spaß gemacht. Mal schauen, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Stichwort Pollenflug.

Außerdem hatte ich diese Woche zwei Burger-Dates. Ich liebe Burger - so lange sie ohne Fleisch sind.

Nachdem mich letztes Wochenende der zweite Band der "Royal"-Reihe gefangen genommen hat, hat es mich schon wieder erwischt. Dieses Mal ist es "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas aus dem ich nicht mehr auftauchen mag. Ich bin so froh, dass ich endlich zu einem Buch dieser aktuell sehr beliebten Autorin gegriffen habe. Zudem habe ich mir ganz fest vorgenommen, dass ich dieses Jahr mehr Fantasy lesen möchte.


Marienkäfer auf Rose

Was war Dein Wochenhighlight? 

Das Gespräch zweier älterer Damen, an denen ich vorbei gejoggt bin:

"Da läuft doch nix Gescheites herum!"

"Ha ja, nix Gescheites..."

"Da bleib ich lieber allein!"

Vielleicht hätte ich mich umdrehen sollen, um ein bestätigendes "Das gilt für alle Altersklassen!" einzuwerfen.

Die Frage zur Leipziger Buchmesse lasse ich außen vor, da ich diese nicht besuchen werde und auch noch nicht weiß, ob ich an einer #leseparty teilnehmen werde. 


weiße Orchidee


Blogrückblick


Freitag, 10. März 2017

|Stefka reads| "Broken Prince" (The Royals Book Two) von Erin Watt - #royallyruined

Broken Prince Erin Watt

„Broken Prince“      

Erin Watt     
The Royals Book Two       
New Adult    
Englisch       
E-Book                   
4,5 Sterne   

Aufgrund des brutalen Cliffhangers in "Paper Princess" habe ich mich beinahe nicht getraut, zum nächsten Buch der Reihe zu greifen. Letztes Wochenende hat jedoch die Neugierde gesiegt, und ich habe mich in das nächste Abenteuer rundum Ella und ihre heißen Stiefbrüder gestürzt.   

Wer "Paper Princess" noch nicht gelesen hat, sollte den nächsten Absatz besser überspringen, denn ich schreibe über Dinge, von denen man sich beim Lesen des ersten Bandes besser überraschen lassen sollte.   

Der zweite Band geht nahtlos dort weiter, wo der erste aufgehört hat. Ella ist Hals über Kopf aus der "Royal"-Villa geflohen und versucht, sich vor Callum Royal und seinen Söhnen zu verstecken, die mit allen legalen und illegalen Mitteln nach ihr suchen. Vor allem Reed ist völlig verzweifelt, denn er fürchtet, Ella nie wiederzusehen.   

Vom Aufbau her unterscheidet sich dieser Band von "Paper Princess", denn während im ersten Teil die gesamte Geschichte aus Sicht von Ella erzählt wird, wechseln sich hier Ella und Reed als Erzähler ab. Ein literarischer Schachzug, von dem ich noch immer nicht überzeugt bin, aber in diesem Fall haben mich die Perspektivwechel nicht groß gestört. Auch der Cliffhanger am Ende von "Broken Prince" ist genauso übel wie der im ersten Band.  

Ansonsten bleibt alles beim Alten, die Geschichte von Ella und den Reeds ist noch immer genauso mitreißend, intrigant, fesselnd und heiß wie in "Paper Princess". Ich konnte mich manchmal kaum von dem Buch lösen und lag u.a. am Montag bis Mitternacht im Bett, um das Buch zu beenden.   

Sehr gut gefallen hat mir, dass man in diesem Band mehr über den ältesten Bruder Gideon und das Sandwichkind Easton erfährt. Ich hoffe, dass die Zwillinge Sebastian und Sawyer - die Nesthäckchen - im dritten Teil genauso viel Raum bekommen, denn ihre wie auch immer geartete Beziehung zu Lauren finde ich ausgesprochen spannend.   

Mein Herz gehört noch immer Easton, der m.E. ein eigenes Buch verdient hätte. Sollten die beiden Autorinnen nicht dazu bereit sein, würde ich es gerne schreiben. Fanfiction, anyone?  

Dienstag, 7. März 2017

|Stefka reads| "Paper Princess" (The Royals Book One) von Erin Watt - #royallyruined

Es gibt Bücher, die findet man während des Lesens gut, man freut sich, wenn man nach dem Buch greifen kann, um ein paar Seiten zu lesen, wenn man keine Zeit dazu hat, ist es aber auch nicht schlimm. Die meisten Bücher, die man das Jahr über liest, würde ich in diese Kategorie stecken. Aber dann gibt es diese Juwelen, die man nicht aus der Hand legen kann, weil man total gefesselt ist. Wo man sich auf jede Seite freut, die man lesen kann. Die Bücher, die einen die Existenz von Internet und TV vergessen lassen. Die einem mit einem wohlig, warmen Gefühl im Bauch zurücklassen. Bücher, in die man so richtig verliebt ist. Genau die Art Buch, weswegen ich lese, weil ich immer hoffe, ein solches Buch zu finden. So ein Juwel möchte ich Euch heute vorstellen. 


Paper Princess Erin Watt #royallyruined

"Paper Princess" 

Erin Watt 
The Royals Book One 
New Adult 
Englisch 
E-Book 
4,5 Sterne (von 5 möglichen Sternen) 

Seit dem Krebstod ihrer Mutter schlägt sich die 17jährige Ella Harper alleine durchs Leben. Sie möchte es um jeden Preis vermeiden, in einer Pflegefamilie zu landen, und träumt von einer Zukunft auf dem College. Für diesen Traum arbeitet Ella hart. Sie hält sich mit zahlreichen Nebenjobs über Wasser. Eines Abends taucht der Milliardär Callum Royal in dem Stripclub, in dem Ella arbeitet, auf und behauptet, ein Freund ihres verstorbenen Vaters und ihr Vormund zu sein. Er nimmt Ella mit zu sich nach Hause und stellt ihr seine fünf Söhne vor, die alle gleich gutaussehend, arrogant und unausstehlich zu sein scheinen. Trotzdem sticht Reed Royal für Ella von Anfang an heraus, denn er verhält sich besonders ablehnend gegenüber ihr - und sie fühlt sich besonders zu ihm hingezogen... 

Es beginnt eine harte Zeit für Ella, denn sie ist zwar ihre Existenzängste los, muss aber feststellen, dass das Leben der Reichen und Schönen ein einziges Haifischbecken ist. So beginnt ein Überlebenskampf der ganz anderen Art für Ella. 


Paper Princess Erin Watt #royallyruined


Der erfahrene "New Adult"-Leser wird feststellen, dass die Storyline nicht gerade innovativ ist, bestehen doch ca. 1/3 des Genres aus Büchern, in denen sich die liebenswerte weibliche Hauptdarstellerin in ihren ständig schlecht gelaunten aber wahnsinnig gutaussehenden Stiefbruder verliebt. Für mich hat dieses Buch trotzdem funktioniert, denn diese altbekannte Idee wurde einfach wahnsinnig gut umgesetzt. Das beginnt schon damit, dass Ella ein spannender Charakter ist. Ihr hartes Leben hat sie geprägt, weshalb sie sich nie unterkriegen lässt und ihren neuen Brüdern und den "rich kids" an ihrer neuen, elitären High School immer Kontra gibt. Es macht wahnsinnig viel Spaß, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben. 

Was ihre Brüder betrifft, so fand ich großartig, dass nicht von Anfang an glasklar war, dass sie nur nach dem Motto "hart Schale, weicher Kern" agieren, sondern dass man als Leser lange im Unklaren gelassen wird, ob sie wirklich so böse sind, wie sie auftreten. Reed steht hier natürlich im Fokus, wobei ich sagen muss, dass mir von allen Brüdern Easton am meisten an Herz gewachsen ist. Er hat diese besondere Art von Humor, die einen sogar verzeihen lässt, dass er ein totaler Womanizer ist. Bedingt durch die Jahreszeit hatte ich beim Lesen die ganze Zeit den norwegischen Langläufer Emil Iversen vor Augen... Die beiden jüngsten Brüder, die Zwillinge Sebastian und Sawyer (die mich persönlich an Fred und George Weasly erinnert haben), und der älteste Bruder Gideon waren nicht so präsent, lassen aber einiges an Potential für die zwei weiteren Bände der Trilogie erahnen. 

Neben den wirklich gut gezeichneten Charakteren - und hierbei rede ich nicht nur von Ella, den Brüdern und ihren Freunden und Feinden von der High School sondern auch von den Erwachsenen, bei denen sich noch schlimmere Abgründe auftun - macht "Paper Princess" für mich so unwiderstehlich, dass es in vielen Punkten total unvorhersehbar ist. Es ist nie klar, wer die Guten und die Bösen sind, und was als nächstes passieren wird. Immer, wenn man denkt, dass die Geschichte in ruhigeres Fahrwasser gerät, kommt die nächste Intrige. Das erinnert an "Dallas" oder "Denver Clan", weshalb ich die Beschreibung als "'Eiskalte Engel' von heute" recht treffend finde. An der Stelle verschweigen wir besser, dass ich eigentlich zur ursprünglichen Generation "Eiskalte Engel" gehöre (mich also noch daran erinnern kann, wie Reese Witherspoon und Ryan Phillippe miteinander verheiratet waren. Und nein, "Dallas" oder "Denver Clan" durfte ich nie schauen, dazu bin selbst ich zu jung...). 

Das einzige, was mich gestört hat, ist der krasse Cliffhanger am Ende. Das hätten die beiden Autorinnen meiner Meinung nach nicht nötig gehabt. Im Übrigen hat dieser Cliffhanger auch dazu geführt, dass ich mich zunächst nicht wirklich getraut habe, den zweiten Band zu lesen... 

Hinter dem Pseudonym Erin Watts verbergen sich übrigens zwei Autorinnen: Elle Kennedy (Autorin der Reihen "Off Campus" und "Killer Instincts") - von ihr habe ich auch schon Bücher gelesen - und Jen Frederick (Autorin der Reihen "Gridiron" und "In the City"). Die "The Royals"-Trilogie ist bereits beendet und die Bücher sind auch auf Deutsch erhältlich bzw. erscheinen in Kürze. 

Ich lege dieses Buch allen ans Herz, die dem Genre "New Adult" offen gegenüberstehen, und die mal wieder so richtig in einer Welt voller Intrigen und Liebe abtauchen möchten. Mit der englischen Königsfamilie hat das Buch übrigens überhaupt nichts zu tun. Das war nämlich meine ursprüngliche Vermutung... 

 P.S.: Easton Royal gehört mir. Ihr müsst mit den anderen Brüdern vorlieb nehmen...

Sonntag, 5. März 2017

|Behind the Screens#11| Unterrichten, Basteln, Laufen

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.

Bilderleiste
Ich mag die neue Bilderleiste und wie ich sie zusammengestellt habe.

Wie war Deine Woche? 

Gut und irgendwie ... abwechslungsreich. Am Freitag habe ich zum ersten Mal in diesem Semester unterrichtet. Davor bin ich natürlich immer aufgeregt (und frage mich, warum ich so ungewöhnliches Zeug machen muss und nicht einfach nur so vor mich "hinarbeite" wie andere Kollegen...), aber es hat Spaß gemacht, und ich bin mit meinem ersten Auftritt zufrieden.

Unter der Woche habe ich dienstags jetzt einen festen TV-Termin: "Ewige Helden" auf VOX. Eines der besten TV-Formate derzeit. Ich mag, wie unaufgeregt die ganzen Sportlerschicksale erzählt werden, und ich finde es faszinierend, wie sehr sich ehemalige Sportler noch immer in Wettkämpfe hängen. Nach zwei Staffeln bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Stabhochspringer die vielseitigsten Sportler sind. Und was die Bereitschaft zum sich selbst Quälen angeht, macht niemand den Biathletinnen etwas vor.


Basteln
Basteln auf dem Fußboden.

Am Samstag habe ich an meinem Ordner gebastelt, in den ich die Tickets, Glückwunschkarten etc. einklebe, die ich übers Jahr sammle. Früher habe ich so etwas in mein klassisches Fotoalbum eingeklebt, mittlerweile mache ich Fotobücher und da funktioniert das mit dem Einkleben nicht wirklich. Letztes Jahr habe ich einmal versucht, die Eintrittskarten etc. zu scannen, aber das sah nicht schön aus. Also wandern diese weiterhin in einen separaten Ordner, denn davon trennen kann ich mich auch nicht. Vor allem nicht von Glückwunschkarten oder anderer Post, die ich erhalte. Hat da irgendjemand einen anderen Lösungsvorschlag? Würde mich wirklich interessieren, wie andere damit umgehen. 

Am Sonntag habe ich das Wohnzimmer frühlingsfrisch gemacht und dabei eine Idee umgesetzt, die mir schon lange im Kopf herumgespukt ist: ich habe meine Bücher im Bücherregal im Wohnzimmer (und nein, das sind bei weitem nicht alle Bücher, die ich besitze) nach Farben sortiert. Vor allem vom Ergebnis bei meinen Koch- und Backbüchern bin ich begeistert. Sieht wirklich cool aus.


Koch-und Backbücher nach Farben sortiert
Meine Koch-und Backbücher nach Farben sortiert.

Wenn du Hörbücher hörst, hörst du diese dann eher nebenbei oder konzentrierst du dich voll und ganz darauf?

Ich höre Hörbücher ausschließlich im Auto. Also nebenbei, wobei es mir nicht schwer fällt, mich darauf zu konzentrieren und gleichzeitig vernünftig Auto zu fahren. Behaupte ich jetzt mal... Das einzige, was mir schon passiert ist: dass ich an einer Einfahrt, in die ich eigentlich hätte abbiegen müssen, vorbeifahre, weil das Hörbuch in dem Moment so spannend ist, dass ich das Abbiegen vergesse. Deswegen musste ich erst kürzlich eine Ehrenrunde im Kreisverkehr drehen. 

Allgemein bin ich mittlerweile ein riesiger Fan von Hörbüchern und bin so froh, diese für mich entdeckt zu haben, nachdem ich jahrelang geglaubt habe, dass diese nichts für mich wären... Ein bescheuerter Gedanke, schließlich habe ich schon als Kind "Benjamin Blümchen", "Bibi Blocksberg" (die damals noch ohne Tina unterwegs war), "Die Ampelmännchen" und "TKKG" geliebt. 

Aktuell höre ich übrigens den neuesten "Eberhofer"-Krimi von Rita Falk. Jo mei, der Franz...

Beeren Crumble
Mein Frühstück von heute - Rezept findet Ihr hier.


Was war Dein Wochenhighlight? 

Ich habe die ganze Woche über die Nordische Ski-WM aus Lathi geschaut. Und war genervt, weil der Fluch der vierten Plätze für Norwegen sich fortgesetzt hat. Zum Glück kam am Freitag mit der Staffel der Herren ein echtes Highlight. Eigentlich bin ich gar kein so großer Langlauffan, aber bei der WM hat es mich richtig gepackt, und ich habe das ganze Rennen über mit der norwegischen Mannschaft mitgefiebert. Die letzte Etappe stand dann die ganze Zeit unter dem Motto: "OMG, der Russe kommt!" Zum Glück hat es trotzdem für Norwegen gereicht. Das Team-Springen am Samstag war auch sehr schön, denn da gab es mit Silber die erste Medaille für die norwegischen Jungs. Und das war sooo verdient. Schon alleine, weil das hier eines der witzigsten Videos EVER ist. 

Freundschaftspost
Ich habe für den Valentinstag an einer Aktion teilgenommen, bei der man an eine unbekannte Person eine Karte schreibt und im Gegenzug von jemand anders ebenfalls eine Karte erhält. Die Aktion wurde von einer in Finnland lebenden Deutschen organisiert, denn in Finnland ist der Valentinstag nicht nur der Tag der Liebenden, sondern es dreht sich um die Freundschaft allgemein. Ich fand die Idee super schön. Auf dem Foto ist die Karte, die ich erhalten habe. Als ich genau die gleiche Karte auf dem Blog von Alice gesehen habe, dachte ich im ersten Moment: "Oh, sie hat das gleiche Motiv bekommen wie ich! Lustiger Zufall." Bis ich geschnallt habe, dass sie die Karte AN mich geschrieben hat. Ich bin wirklich stolz darauf, dass ich von einer kleinen "Internetberühmtheit" eine Karte bekommen habe :-)

Ein weiteres Highlight war ein sehr schöner Sonntagslauf am heutigen Tag. Seit dem Sommer war ich kaum laufen (zu früh dunkel, zu verschneite Wege, zu viele Pollen) und habe ausschließlich mit "Gymondo" geturnt. Aber das Laufen fehlt mir. Heute hat alles gepasst: keine Pollen, kaum Leute unterwegs und gutes Wetter. Meine üblichen 7 km habe ich auch nach der langen Pause ohne Probleme geschafft, wobei ich noch immer eine Schnecke bin. Eigentlich halte ich mich aufgrund meines Ehrgeizes für den Typ Lance Armstrong (minus das Doping). Beim Laufen bin ich aber eher der Typ "Jan Ulrich" (und bräuchte dringend einen persönlichen Udo Bölts, der mich mit "Quäl' Dich Du ..." anfeuert). 

Außerdem bin ich nach wie vor im "Paper Princess"-Fieber. Mittlerweile lese ich den zweiten Teil und Easton Royal entwickelt sich langsam aber sicher zu einem meiner größten "book character crushes" EVER...

Mein Gedanke der Woche war: "Oh, die Handschiene (wegen der Überbelastung) ist ja XS!" Also wenigstens ein Körperteil an mir, das XS ist... 

Blogrückblick


Freitag, 3. März 2017

|Stefka reads| "Accidentally On Purpose" von Jill Shalvis

"Accidentally On Purpose" vin Jill Shalvis


„Accidentally On Purpose“ 

Jill Shalvis
A Heartbreaker Bay Novel
Chick Lit
Englisch
E-Book
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Als ich "Das Model und der Walflüsterer" in St. Moritz bereits zwei Tage vor Urlaubsende beendet hatte, musste neuer Lesestoff her. Mit dem E-Reader geht das zum Glück völlig unkompliziert (einer der Gründe, warum ich "Team E-Book" bin). Ich habe mich spontan daran erinnert, dass das neue Buch von Jill Shalvis Ende Januar erschienen ist. Da ich die beiden Vorgängerbände "Sweet Little Lies" und "The Trouble with Mistletoe" nicht komplett überzeugend fand, stand ich dem dritten Band zwar skeptisch gegenüber, wollte ihm aber trotzdem eine Chance geben.

Elle hat ihr Leben nach einer nicht gerade bilderbuchmäßigen Kindheit mittlerweile im Griff: sie hat einen Job, studiert nebenbei, kann sich das eine oder andere Paar Killer-Schuhe leisten und hat gute Freunde, die immer für sie da sind. Mit Archer, der ebenfalls zu ihrer Clique gehört, verbindet sie eine Art Hassliebe, denn er hat sie vor vielen Jahren in einem ihrer schwächsten Momente erlebt. Außerdem fühlt sich Elle noch immer dafür verantwortlich, dass er seinen Job als Cop aufgeben musste. Trotzdem fällt es den beiden immer schwerer, der gegenseitigen Anziehung zu widerstehen... 

Wie oben erwähnt, haben mich die "Pairings" in den Vorgängerbänden nicht gerade vom Hocker gerissen. Irgendwie haben mich sowohl Pru & Finn als auch Willa & Keane eher kalt gelassen, und ich habe sowohl "Sweet Little Lies" als auch "The Trouble with Mistletoe" mit einem leichten, unterdrückten Gähnen gelesen. In St. Moritz habe ich trotzdem spontan zu "Accidentally on Purpose" gegriffen, denn ich weiß, dass die Autorin es besser kann, denn ihre "Cedar Ridge"-Reihe hat mir gut gefallen (zugegebenermaßen kann man mit einem "Mountain Resort" und Skifahrern bei mir auch nicht viel falsch machen...).

Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, "Accidentally On Purpose" herunterzuladen, denn Elle & Archer haben als Paar super für mich funktioniert. Elle ist eine starke, unabhängige Frau, die trotz seltener, schwacher Momente nie als weltfremdes, verhuschtes Mäuschen daher kommt. Gut gefallen hat mir auch, dass sie "Accounting" - also Rechnungswesen/Buchführung - studiert und nicht irgendeinem super duper "fancy" Job in der Werbebranche nachgeht, wie die meisten Protagonistinnen in deutschen "Chick Lit"-Romanen. Archer ist natürlich der typische "dark, brooding male" (also die dunkle, grüblerische männliche Hauptperson, die lieber durch Taten als verbal von sich reden macht), trotzdem hatte er diesen gewissen, trockenen Humor, der ihn attraktiv und interessant macht. Da könnte sich so mancher Bachelorkandidat eine Scheibe von abschneiden, aber das nur am Rande.

Auch der Ablauf der Storyline hat sich für mich wohltuend vom üblichen Einheitsbrei abgehoben. Die beiden kennen sich schon seit vielen Jahren und sind nach einiger Zeit vermeintlich ohne Berührungspunkte wieder aufeinander getroffen. Diese typische Phase des erstmaligen Kennenlernens fällt somit weg. Stattdessen halten Elle & Archer den Leser weite Strecken des Buches durch Annähern und wieder Auseinanderdriften in Atem, ohne dass das ganze in ein nerviges hin und her ausartet, an dessen Ende man als Leser ausrufen möchte: "Jetzt kriegt es endlich auf die Reihe!" Dieser eher untypische Aufbau hat mir wirklich gut gefallen und obwohl klar war, wie das Buch enden wird, war es trotzdem spannend, den Weg der beiden zu verfolgen.

Da ich Spence (nerdiger Computerfreak, der durch den Verkauf seiner Firma zum Millionär geworden ist, seinen Platz im Leben aber trotzdem noch nicht gefunden hat) in mein Herz geschlossen habe, werde ich mir Ende September 2017 auch "Chasing Christmas Eve" herunterladen. Vorher erscheint am 20.06.2017 "Lost and Found Sisters", der Auftakt einer neuen Reihe von Jill Shalvis namens "Wildstone". Hierzu war bereits ein Auszug in "Accidentally on Purpose" enthalten, der mich direkt in seinen Bann gezogen hat. Das Buch werde ich also ebenfalls kaufen. Für alle, die nicht auf Englisch lesen, sind diese Bücher leider keine Option, da Jill Shalvis bislang nicht ins Deutsche übersetzt wird.

Mittwoch, 1. März 2017

|Stefka reads| "Der Agent, meine Tochter und ich" von Jana Herbst

Der Agent, meine Tochter & Ich von Jana Herbst

"Der Agent, meine Tochter und ich" 

Jana Herbst
Chick Lit
Deutsch
E-Book
Das Buch wurde mir kostenlos für eine Facebook-Leserunde zur Verfügung gestellt.
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Sarah ist Kuratorin und alleinerziehende Mutter. Sie hat sich gemeinsam mit ihrer schlauen Tochter Lilly perfekt in ihrem streng geregelten Alltag zwischen Museum, Grundschule und viel rosa Glitzer arrangiert. Vor Lillys Geburt hatte jedoch auch die auf den ersten Blick so konservativ erscheinende Sarah eine wilde Phase und als eine alte Freundin aus diesem Lebensabschnitt Sarah zu einer Diskonacht nötigt, kommt diese hemmungslose Seite an Sarah wieder zum Vorschein, und sie verbringt eine ausgelassene Nacht mit Lars, von dem sie weder den echt Namen noch seinen Beruf zu kennen glaubt. Heimlich stiehlt sich Sarah davon, in der Überzeugung, dass sie diesen One Night Stand nie wieder sehen wird. Das Sprichwort "man sieht sich immer zweimal im Leben" bewahrheitet sich jedoch und plötzlich steht Sarah nicht nur Lars-Kai-"wie auch immer er heißen mag" gegenüber sondern sie befindet sich auch mitten in einem Kriminalfall und sogar das Leben ihrer Tochter gerät in Gefahr...


Der Agent, meine Tochter & Ich von Jana Herbst


Bereits an "Highheels, Herz und Handschellen", dem ersten Buch von Jana Herbst, hat mir super gefallen, dass sie sich deutlich von allen anderen deutschen Verfasserinnen von "Chick Lit"/Frauenromanen abhebt, weil sie viel frecher und mit mehr Situationskomik schreibt. Sie verwendet viele pointierte Formulierungen (wie etwa wenn Sarah sich und ihr Leben mit einem langweiligen Baumwollschlüpfer vergleicht) ohne in Albernheiten abzurutschen. 

Auch mochte ich Sarah und Lars als Hauptpersonen sehr, denn Sarah ist eine starke Frau und kein verhuschtes Mädchen, das auf die Rettung durch ihren Traumprinzen wartet. Lars hat Ecken und Kanten und wirkt auf den ersten Blick wie der typische männliche Hauptdarsteller in der Version "dunkel und nachdenklich" (auf Englisch viel treffender und einfacher als "dark brooding male" zu bezeichnen), der jedoch eine große Portion Humor mitbringt, was ihn sehr liebenswert und viel weniger klischeehaft macht. 

Mein einziger Kritikpunkt sind die Kapitel, die aus Sicht der kriminellen Gegenspieler und anderer Nebendarsteller geschrieben wurden. Hier fällt es durch die großen Abstände zwischen diesen Abschnitten und der Vielzahl der Personen, die zu Wort kommen, schwer, diese auseinanderzuhalten und gleichzeitig die gelieferten Informationen für die Lösung des Kriminalfalls im Hinterkopf zu behalten. 

Ich empfehle "Der Agent, meine Tochter und ich" allen, die auf der Suche nach einer kurzweiligen, spannenden Geschichte mit viel Herz und Humor sind. Mich hat diese Geschichte wunderbar unterhalten, und ich freue mich bereits auf den neuen Roman von Jana Herbst, der voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen wird.