Sonntag, 29. Januar 2017

|Behind the Screens#7| Eiskunstlaufen, Entspannung, Russian Style

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.

Wie war Deine Woche? 

Irgendwie fliegen die Wochen seit Anfang Januar geradezu vorbei. Kaum ist Montag, ist plötzlich Mittwoch und dann auch schon wieder Freitag und somit quasi Wochenende. Trotzdem kommt mir der Januar sehr lange vor. Etwas widersprüchlich, aber genauso ist mein Eindruck.

Nachdem ich am letzten Wochenende so frustriert war wegen diverser Sportereignisse, lief es diese Woche viel besser. Der Nachtslalom von Schladming hat richtig Spaß gemacht und so ein Sportereignis unter der Woche zur "Prime Time" hat echt was. 

Ab Mittwoch ging es mit der Eiskunstlauf-EM in Ostrava weiter. Es spielt hier auf dem Blog keine allzu große Rolle, aber bis vor ca. 10 Jahren war ich ein riesiger Eiskunstlauffan. Ich war z.B. bei der Eiskunstlauf-WM in Dortmund 2004 live dabei. Zwischenzeitlich ist mein "Fandom" stark abgeflaut, aber ich muss sagen, die Übertragungen aus Ostrava haben wirklich Spaß gemacht. Das passt gut, denn Ende März/Anfang April werde ich nach Helsinki zur Eiskunstlauf-WM fahren. Die Entscheidung war eine Mischung aus "lass' es uns mal wieder mit einem großen Eiskunstlaufereignis probieren" und "we <3 Helsinki". 

Das Wochenende habe ich bei meinen Eltern auf dem Land verbracht. Deshalb kommt dieser Post auch mit Verspätung, denn ich hatte keinen Internetzugang. Dafür viel Ruhe, gutes Essen und die Möglichkeit, alle "Bunte" der letzten vier Wochen zu lesen. 


"Begin Again" und "Die Anatomie der Nacht" habe ich im Januar gelesen. "Kiss me in New York" liegt noch auf meinem Schreibtisch

Hast du in letzter Zeit ein Buch abgebrochen? Welches und warum?

Eins vorneweg: ich breche nur ausgesprochen selten Bücher ab. Zum einen bin ich, glaube ich, ganz gut darin, mir Bücher auszusuchen, die gut zu mir passen. (Wobei ich das nicht immer als Segen betrachte, denn das führt auch dazu, dass es dem Leseverhalten an Varianz mangelt). Zum anderen fällt es mir schwer, Bücher abzubrechen. Das fühlt sich immer ein bisschen an wie "Scheitern". Ich bin eher der Typ, der ein ungeliebtes Buch schnell zu Ende bringt und nur noch "quer" liest.

Als letztes abgebrochen habe ich "Küsse wie Schneeflocken" von Joanna Wolfe. Alles, was mit Schnee zu tun hat, spricht mich generell an, aber das war mir eine Spur zu "kindlich". So gerne ich Jugendbücher lese, aber dem Buch fühlte ich mich "entwachsen".

Ein Buch, bei dem ich sehr bedauere, dass ich gescheitert bin, ist "Der Name der Rose" von Umberto Eco. Ich liebe den Film und das Theaterstück, aber mit dem langsamen, wissenschaftlichen Erzählstil bin ich überhaupt nicht klar gekommen. 


Eiskunstlaufen in meinem Fotobuch 2016

Was war Dein Wochenhighlight? 

Der Sieg von Tarasova & Morozov bei oben erwähnter Eiskunstlauf-EM. Das Paarlaufen ist seit Kindertagen meine Lieblingsdisziplin und die beiden verkörpern genau den "cleanen", russischen Eiskunstlaufstil, den ich liebe. Andere mögen die beiden langweilig finden, ich finde, die Programme der beiden kommen ohne Schnickschnack aus und brauchen keine übertriebenen Gesten. Außerdem sind sie so ziemlich die einzigen Paarläufer, die es noch gibt, die keine "Kartoffelsack"-Würfe zeigen (= er schleudert sie so heftig und unkontrolliert wie möglich und sie plotzt aus großer Höhe ungelenkt aufs Eis, landet tief im Knie und hackt den Auslauf ab). Ach ja, seine Ähnlichkeit zu Johannes Thignes Bø hilft natürlich auch... 

Blogrückblick


Ich stelle die illustrierte Ausgabe des ersten Harry Potter Bandes vor. (Und plaudere über mein gespaltenes Verhältnis zu Harry Potter).





Donnerstag, 26. Januar 2017

|Stefka reads| "Begin Again" und "Trust Again" von Mona Kasten

Heute präsentiere ich eine "Doppel-Rezension". Das bedeutet, dass ich mich innerhalb einer Rezension zwei Büchern widmen werde. Es hat auch einen Grund, warum ich mich für diese Variante entschieden habe. "Begin Again" gehört mit Sicherheit zu den Büchern, die im letzten Jahr im deutschsprachigen Raum den größten Hype ausgelöst haben. Wenn man ein bisschen im Netz sucht, wird man unzählige Rezensionen finden. Deshalb denke ich nicht, dass die Welt auf eine weitere Besprechung dieses Buches wartet. Der zweite Band namens "Trust Again" hingegen ist brandneu, weshalb ich denke, dass hier mehr Bedarf für eine Rezension besteht. Warum also nicht beides kombinieren? Mir gefällt diese Lösung, vor allem das ich beide Bücher direkt hintereinander gelesen habe. 



"Begin Again" 

Mona Kasten 
New Adult 
Deutsch 
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen) 

Allie ist College-Neuling und sucht dringend eine Wohnung. Eine super Idee, kurz nach Semesterbeginn. Kaden bietet ein Zimmer in seiner Wohnung zur Untermiete an, allerdings möchte er keinesfalls mit einer Frau zusammen wohnen. Irgendwie schafft es Allie trotzdem, ihn zu überzeugen, jedoch müssen für das Zusammenleben klare Regeln her. Eine davon lautet, dass die beiden Mitbewohner sich keinesfalls näher kommen dürfen. Kein Problem für Allie, denn Kaden nervt sie mit seiner schroffen, abweisenden Art ab Minute eins. Da ändern auch seine Tattoos und sein perfekter Body nichts. Außerdem möchte sich Allie, die endlich ihrer kontrollsüchtigen Mutter entkommen ist, mit voller Energie in ihr Studium stürzen. Da bleibt sowieso keine Zeit für Männer... 

Der erfahrene "New Adult"-Leser kann sich ausmalen, wo das enden wird. Aber genau deshalb, soll eine gewisse Vorhersehbarkeit an der Stelle kein Kritikpunkt sein. Wenn man zu einem Buch aus diesem Genre greift, muss man einfach wissen, worauf man sich einlässt: eine Geschichte, die nach einem bestimmten Schema abläuft. Es mag für jemanden, der sich noch nie mit "New Adult" beschäftigt hat, komisch klingen, aber es gibt trotzdem große Unterschiede, was die Qualität einzelner "New Adult"-Romane betrifft. 

Aus diesem Grund gleich vorneweg: Mona Kasten kann schreiben. Vielleicht war mir die eine oder andere Formulierung eine Spur zu schwülstig oder romantisierend, außerdem hat sich auf Seite 95 (... als sie mit einem bösen Blick bestrafte wurde...) ein Rechtschreibfehler eingeschlichen (was ich immer schade finde, denn wenn ich den bei meinem schnellen Lesetempo und ohne gezieltes Suchen finde, dann hätte der Fehler einem aufmerksamen Lektorat erst recht auffallen müssen). Auch empfand ich es als unlogisch, dass Allie, die zunächst als überzeugte Trägerin von flachen Schuhen beschrieben wird (Seite 102), plötzlich viele High Heels besitzt. 

Trotzdem hat Mona Kasten im Gegensatz zu so manch anderer Quereinsteigerin einen toll zu lesenden, flüssigen Schreibstil. Das finde ich aufgrund ihres Alters (Jahrgang 1992) und eben, da sie den Weg von YouTube über Self-Publishing bis hin zum echten Verlag gegangen ist, sehr beachtlich. Da habe ich schon Werke von ganz anderer Qualität gelesen (z.B. hier). 

Jedoch komme ich nicht umhin, anzumerken, dass ich den riesigen Hype, den "Begin Again" in Deutschland ausgelöst hat, nicht ganz nachvollziehen kann. Dazu haben mich beide Bände zu sehr an die "Wait for You"-Reihe der amerikanischen Autorin J. Lynn erinnert. Dort geht es ebenfalls um eine amerikanische College-Clique, in der sich nach und nach - trotz aller schweren, die Beziehungsfähigkeit erschütternden Vorkommnisse in der Vergangenheit - die einzelnen Pärchen finden. Vielleicht hätte es hier geholfen, wenn Mona Kasten ihre Geschichten nicht in den USA sondern an einer deutschen Universität angesiedelt hätte. Das wäre für mich ein Alleinstellungsmerkmal gewesen. 

Ansonsten hat mich "Begin Again" wirklich gefesselt, und ich habe es an einem Freitag und Samstag komplett ausgelesen. Irgendwie kam ich nicht mehr davon los. Dabei gehören Allie & Kaden nicht einmal zu meinen liebsten Paaren EVER, denn ich mochte die beiden zwar, aber so richtig ans Herz gewachsen sind sie mir nicht. Aber ich finde, so ist die Tatsache, dass ich "Begin Again" nicht aus der Hand legen konnte, ein umso schöneres Kompliment für das Buch. Es ging sogar soweit, dass ich am Samstagabend direkt Band 2 gekauft habe. 



"Trust Again" 

Mona Kasten 
New Adult 
Deutsch 
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Dawn und Spencer kennt man aus "Begin Again", wo sie als beste Freunde von Allie - respektive Kaden - eine wichtige Rolle einnehmen. Bereits dort haben sie mir in der Interaktion miteinander ganz wunderbar gefallen. Das Geplänkel zwischen ihnen war einfach zu charmant und lief immer nach dem Schema ab, dass Spencer versucht hat, ein Date mit Dawn klar zu machen (gerne durch einen eindeutig zweideutigen Spruch, für den Dawn die Vorlage geliefert hat), was diese postwendend abgelehnt hat. Der erfahrene Leser konnte bereits zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass die beiden ihre eigene Geschichte bekommen werden. Das bekommt die volle Zustimmung von mir, denn die beiden funktionieren für mich als Paar besser als Allie & Kaden: auf der einen Seite die süße, auf den ersten Blick unschuldig wirkende Dawn und auf der anderen Seite der lockere, nie um einen Spruch verlegene und immer positive Spencer. In "Trust Again" bekommt man einen tieferen Einblick in das Leben und insbesondere das Vorleben der beiden. Man erfährt, welches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit Dawn bislang am College niemandem verraten hat und auch, dass Spencer nicht nur die Seite des ewigen Sonnenscheins aufweist. 

Mir hat besonders gut gefallen, wie Mona Kasten Dawns Ambitionen als künftige Schriftstellerin beschreibt. Hier kamen ganz eindeutig ihre eigenen Erfahrungen durch (z.B. wenn Dawn beinahe zerbricht, als sie eine einzelne negative Rezension im Internet erblickt), was diese Passagen sehr authentisch macht. 

Spencer war für mich im Vergleich zu Kaden auch der spannendere Hauptdarsteller. Wahrscheinlich genau aus dem klischeehaften Grund, den man als Frau gerne anbringt, wenn man beweisen möchte, dass Aussehen nicht alles ist: er hat Humor. Deshalb gefällt er mir so viel besser als Kaden. 

An der Dramafront war es wieder ein "touch too much" für mich, aber damit muss ich bei "New Adult" notgedrungen leben. Außer ich ringe mich irgendwann dazu durch, ein eigenes Buch zu schreiben... 

Schön fand ich, Dawns und Spencers Entwicklung von der Freundschaft zum echten Paar zu verfolgen. Das war ein anderer Ansatz als in den meisten "New Adult"-Büchern, wo der Übergang zwischen Kennenlernen und (Bett-)Beziehung meist fließend ist. 

Allen, die mal wieder so richtig in einer Geschichte abtauchen möchten, lege ich die Bücher von Mona Kasten ans Herz. Man wird definitiv ganz wunderbar unterhalten. 




Deshalb freue ich mich auch schon auf den 26.05.2017, wenn ihr neues Buch erscheinen wird. Vor allem, da ich mir von Sawyer & Isaac, die man bereits in "Begin Again" und "Trust Again" kennenlernen durfte, viel verspreche. Die Draufgängerin und der Nerd - das muss einfach was werden. 

Falls sich jemand fragt, warum ich beiden Büchern 4 Sterne gegeben habe, obwohl ich Dawn & Spencer gegenüber Allie & Kaden den Vorzug gebe: der erste Band waren knapp vier Sterne für mich  und der zweite Band 4 Sterne plus aber eben nicht ganz 4,5 Sterne. So bin ich gerundet bei beiden Büchern bei 4 Sternen gelandet. 


Dienstag, 24. Januar 2017

|Stefka reads| „Harry Potter and the Philosopher's Stone“ - illustrierte Ausgabe von J.K. Rowling


„Harry Potter and the Philosopher's Stone“ - illustrierte Ausgabe 

J.K. Rowling 
Fantasy 
Englisch 
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen) 

Heute möchte ich die illustrierte Ausgabe des ersten "Harry Potter"-Bandes vorstellen. Die hatte ich mir zu Weihnachten gewünscht. 

An der Stelle muss ich zugeben, dass ich ein gespaltenes Verhältnis zu "Harry Potter" habe. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, habe ich die ersten zwei, drei Bände bereits gelesen, bevor der große Hype hier in Deutschland angekommen ist. Damals war "Harry Potter" ein echter Geheimtipp, den ich von einer Freundin bekommen habe. Ich habe die ersten sechs Bände auch wirklich gerne gelesen. Den letzten Teil hingegen fand ich eher "antiklimatisch". In den Büchern davor wurde ein grandioser Spannungsbogen aufgebaut und eine sehr gruselige Atmosphäre geschaffen. Der letzte Band konnte da meines Erachtens nicht mithalten und der lange erwartete große Showdown war für mich eher fad. Ganz abgesehen von dem seitenlangen "durch den Wald wandern" von Harry, Ron und Hermione. Oder dem furchtbaren Epilog. 




Die illustrierte Ausgabe mit den tollen Zeichnungen von Jim Kay hat mich trotzdem direkt angesprochen. Ich finde, das ist eine klasse Idee, um ein bekanntes Buch noch einmal neu aufzuarbeiten - ohne dass es reine Geldmacherei ist, denn man bekommt als Leser wirklich etwas Neues geboten und hat einen Mehrwert. Ich mag die Zeichnungen total gerne und so hat mich auch die Lust gepackt, den ersten Band noch einmal zu lesen. 




Auf eine detaillierte Inhaltsangabe möchte ich an der Stelle verzichten, denn ich denke mittlerweile weiß jeder, um was es in Harry Potter geht. Sollte doch noch jemand dabei sein, der noch nie etwas von den Büchern oder Filmen gehört hat: Waisenjunge wird von Tante und Onkel, bei denen er aufwächst, vernachlässigt. Plötzlich wollen Unbekannte ihm unbedingt eine Nachricht überbringen: er soll ab dem kommenden Schuljahr ein Internat für angehende Zauberer besuchen. Erst hierdurch erfährt er, dass er magische Kräfte hat und sogar eine Berühmtheit in der Parallelwelt der Zauberer ist. Der Rest des Buches handelt vom ersten Jahr auf dem Internat und Harrys erster, großer Bewährungsprobe. 




Ich muss sagen, als ich die illustrierte Ausgabe zu lesen begonnen habe, konnte ich mich nicht mehr wirklich im Detail an den ersten Band von "Harry Potter" erinnern. Aber kaum hatte ich die ersten Zeilen gelesen, kam die Erinnerung zurück. Seltsam, aber so geht es mir immer, wenn ich ein Buch zum zweiten Mal lese. Es ist, als würde sich eine Schublade in meinem Gehirn öffnen und plötzlich sind alle möglichen Einzelheiten wieder da. Insgesamt war ich überrascht, wie viel Spaß es mir gemacht hat, den ersten Band erneut zu lesen. Ich habe direkt beschlossen, dass ich den zweiten (illustrierten) Teil, ebenfalls kaufen und lesen möchte...


Sonntag, 22. Januar 2017

|Stefka creates| Mein Fotobuch 2016

Das Cover - für Vorder-und Rückseite verwende ich jeweils ein Bild von mir aus dem jeweilige Jahr, das mir besonders gut gefällt.

Da mein Tutorial zum Erstellen von Fotobüchern (über den Anbieter CEWE) der meist geklickte Artikel auf meinem Blog ist, möchte ich einen Einblick in mein neuestes Fotobuch-Projekt geben. Zwischen Weihnachten und Dreikönig habe ich an meinem Fotobuch gearbeitet und vor einer Woche konnte ich das fertige Werk bei DM abholen. Für mich ist das eine wunderbare Art, das Jahr gedanklich durch einen persönlichen Rückblick abzuschließen. Für mich ist das auch keinesfalls eine ungeliebte "Muss"-Aufgabe sondern reines Vergnügen. Es war sogar so, dass ich am Abend, nachdem ich das Fotobuch fertiggestellt hatte, auf dem Sofa gesessen bin und mich gefragt habe, wie ich diesen Abend sinnvoll gestalten kann. Mir hat richtig etwas gefehlt. Wer meinen Wochenrückblick verfolgt, weiß, dass das neue Projekt, in das ich mich gestürzt habe, "Schal stricken" heißt. 


Ich war letzten März in Oslo bei der Biathlon-WM. Hier eine Doppelseite mit ein paar Sportfotos.

Ich nehme immer das quadratische XL-Format. So machen sich auch alle Fotobücher nebeneinander ganz wunderbar in meinem Regal. Außerdem gefällt mir das Format super gut und die einzelnen Fotos sind schön groß.



Diesen Rahmen habe ich neu entdeckt. Ich finde ihn besonders schön.

Eine architektonische Doppelseite: die Oper von Oslo

Ich habe zum ersten Mal ein Fotobuch in "Hochglanz" erstellt. Diese Option gab es früher nicht. Da war nur die Variante "matt" verfügbar. Ich finde beide Optionen schön. 


Die Berge Südtirols I

Die Berge Südtirols II

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Blöd ist nur, dass man nach der tagelangen Arbeit und dem hundertfachen Anschauen der Bilder nicht ganz so viel Enthusiasmus verspürt, wenn man das endgültige Werk in Händen hält. Gefühlt kennt man alle Bilder auswendig...


Blumenbilder sind die Besen.

Das Ende.

Samstag, 21. Januar 2017

|Behind the Screens #6| Kitz, Iphone, "Begin Again"

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.

Wie war Deine Woche? 

Beruflich gesehen (also quasi von Montag bis Freitag Nachmittag) wirklich gut. Mitte der Woche war ich mit einem ehemaligen Studienkollegen Essen. Das war auch sehr schön. 

Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren die Sportergebnisse von Freitag und Samstag (ja, ich kann mich über so etwas aufregen). Wirklich kein einziger Wintersport-Event ist so ausgegangen, wie ich das gerne möchte. Frustrierend hoch 3. 

Am meisten genervt hat mich der Ski-Weltcup der Herren in Kitzbühel. Nicht genug damit, dass mein absoluter Lieblingssportler Aksel Lund Svindal aus Verletzungsgründen nicht am Start war, bei meinen beiden zweitliebsten Fahrern Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde lief es überhaupt gar nicht bzw. nur leidlich (der arme Aleks musste sich am Freitag mit einem 4. Rang im Super G begnügen). 

Was mich noch mehr genervt hat: das ganze Gewese in Kitzbühel. All die Zuschauer, die von nix eine Ahnung haben und dort nur selbst gesehen werden wollen. Das wird gefühlt jedes Jahr schlimmer. Mittlerweile werden sogar Modebloggerinnen eingeladen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Zuschauer keinen einzigen Fahrer kennen und überrascht sind, dass der "Herminator" nicht mehr am Start steht. Sehr bezeichnend sind in dem Zusammenhang folgende zwei Sätze aus einem Online-Artikel: "Den sportlichen Wettkampf hat übrigens ein 27-jähriger Italiener mit dem etwas irritierenden Namen Dominik Paris. Aber das hat an diesem Samstag in Kitzbühel irgendwie nur die eingefleischtesten Ski-Fans interessiert..." Dazu fällt mir nur ein, wer noch nie versucht hat, den Domme im Interview zu verstehen - your loss...



Auf welche Neuerscheinungen im ersten Halbjahr 2017 freust Du Dich am meisten? 

Um ehrlich zu sein, habe ich da nicht sonderlich viel auf dem Schirm. Ich weiß nur, dass mit Julie James eine meiner liebsten "Chick Lit"-Autorinnen im Frühjahr/Frühsommer endlich wieder ein neues Buch veröffentlichen wird. Außerdem freue ich mich auf den neuen "Wallner & Kreuthner"-Krimi von Andreas Föhr. Ansonsten lasse ich mich überraschen und entscheide wie immer spontan, was ich als nächstes lesen möchte.




Was war Dein Wochenhighlight? 

Mein neues Smartphone! Bislang hatte ich ein Samsung S4 mini (mein erstes Smartphone überhaupt). Es war von Anfang an mein Plan, es so lange zu nutzen, bis es nicht mehr geht. Der Zeitpunkt kam letzte Woche, denn zum einen ließ sich die Lautstärke nicht mehr regulieren (hat sich immer wieder von selbst auf maximale Lautstärke hochgefahren) und zum anderen hat die Akku-Leistung stark nachgelassen. Da ich derzeit beruflich unbedingt per Handy erreichbar sein muss, habe ich mir Donnerstag vor einer Woche relativ spontan (ich bin da sehr entscheidungsfreudig und besuche z.B. nicht wie gewisse Herren wochenlang Staubsauger-Foren, bevor ich mir einen Staubsauger kaufe) ein Iphone 6s bestellt. Am Dienstag kam es an, und ich liebe es. Es ist einfach um Klassen besser als mein altes Handy. Das Ausschneiden meiner alten SIM-Karte auf Nano-Format war nervenaufreibend, aber danach ist die Inbetriebnahme geflutscht. Am besten gefällt mir bei Apple vs. Samsung, dass das Iphone nicht mit zig Apps zugemüllt ist, wenn man es zum ersten Mal einschaltet. Ich möchte bitte selbst entscheiden, ob ich "TripAdvisor" oder "YouTube" als App brauche.

Wie bereits letzte Woche erwähnt, bin ich wieder richtig im Flow drin, was das Lesen betrifft. Dadurch, dass seit Anfang Januar meine Lesezeit in öffentlichen Verkehrsmitteln weggefallen ist, merke ich richtig, wie mir am Ende des Tages das Lesen fehlt. Deshalb ist ein bisschen Lesen vor dem Einschlafen und vor allem gaaanz viel Lesen am Wochenende unerlässlich für mich. So habe ich am Freitag und Samstag "Begin Again" von Mona Kasten verschlungen. Die richtige Rezension folgt, aber so viel vorab: obwohl ich finde, dass das Buch dafür, dass es ein Standardwerk des "New Adult"-Genres ist, einen etwas unverhältnismäßigen Hype ausgelöst hat, kann ich nicht verneinen, dass es mich absolut in seinen Bann gezogen hat. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe heute prompt den zweiten Band gekauft. Das Lesen war folglich auch ein Wochenhighlight.

An der Stelle möchte ich noch meinen Lieblingssatz der Woche erwähnen. Er stammt vom Olympiasieger von 1992 im Slalom, dem Norweger Finn-Christian Jagge. Der hat gesagt, dass es so manchen Ex-Sportler gibt, der seine Goldmedaille eintauschen würde, wenn er dafür 30 schmerzfreie Jahre nach Karriereende bekommen würde. Ein sehr kluger Satz. Im Vergleich zu 80 Lebensjahren sind 20 Jahre Profisport echt wenig, und man sollte IMMER an die Zeit danach denken.

Blogrückblick

"Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennett - ein Buch das richtig Spaß gemacht hat.


Donnerstag, 19. Januar 2017

|Stefka reads| "Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennett - oder warum "Young Adult" das bessere Genre ist



"Die Anatomie der Nacht" 

Jenn Bennett 
Young Adult
Deutsch (original: Englisch) 
5 Sterne (von 5 möglichen Sternen)  

Die Autorin Jenn Bennett habe ich durch eine Leserunde auf lovelybooks.de kennengelernt. Dort ging es um ihr zweites Buch aus dem Bereich "Young Adult", das in der deutschen Übersetzung "AnnäherndAlex" heißt. Das war eine der schönsten Leserunden, die ich je auf lovelybooks.de erlebt habe, denn mit Ausnahme einer Leserin waren alle restlos von dem Buch überzeugt. Das ist einfach eine viel schönere Atmosphäre, als wenn es viele gibt, denen das Buch nicht gefällt, während man selbst überzeugt ist, oder noch schlimmer, wenn diverse Fangirls dabei sind, die die Augen vor der Realität verschließen, und man selbst muss eine abweichende, negative Meinung vertreten. 

Mir war klar, dass ich auch das erste "Young Adult"-Buch von Jenn Bennett lesen möchte. Normalerweise hätte ich mir es umgehend in der englischen Originalversion auf den E-Reader geladen. Aber hier kam mir der Königskinder-Verlag dazwischen, dessen Buchgestaltung ich so toll finde, dass ich unbedingt die gebundene Ausgabe haben musste. Die ist vor ca. einer Woche bei mir eingezogen und wurde sofort gelesen. 

Bex lebt mit ihrer geschiedenen Mutter und ihrem älteren Bruder in San Francisco und besucht die örtliche Highschool. Sie zeichnet sich durch ein ungewöhnliches Hobby aus: sie zeichnet detailgetreue Abbildungen des menschlichen Körpers. Daraus möchte sie später auch einen Beruf machen und für medizinische Fachliteratur zeichnen. Zu Beginn der Geschichte lernt sie Jack kennen, der auf seine Art ebenfalls Künstler ist. Während Bex jedoch nur gegen die Vorurteile anderer gegenüber ihrem morbiden Hobby kämpfen muss, überschreitet Jack mit seiner Kunst die Grenzen der Legalität. Die beiden fühlen sich sofort voneinander angezogen, und es beginnt die Geschichte einer zarten Annäherung, die mit vielen überraschenden Wendungen gespickt ist.




Wegen der Bücher von Jenn Bennett habe ich beschlossen, dass ich in diesem Jahr mehr Jugendbücher lesen möchte. Während bei "New Adult" und "Chick Lit" nur Schema F zu existieren scheint und wirklich alle Bücher gleich aufgebaut sind, gibt es im Bereich "Young Adult" viel mehr Freiheiten für die Autoren. Klar, auch hier geht es meist um zwei Protagonisten, die als Paar zusammenfinden sollen, aber der Weg dahin ist nie vorgezeichnet und verläuft unterschiedlich. 

"Die Anatomie der Nacht" zeichnet sich hier besonders durch die ungewöhnlichen Interessen von Bex und Jack aus. So gelingt es Jenn Bennett eine ganz eigene Welt zu zeichnen. Natürlich beinhaltet diese Welt auch einiges an Drama, was mich in diesem Fall aber nicht gestört hat, da für mich immer nachvollziehbar war, warum die einzelnen Personen so (über)reagiert haben. Auch die Schicksalsschläge, mit denen sich Bex und Jack in der Vergangenheit konfrontiert sahen, waren stimmig und nicht völlig übertrieben.

Ein wirklich gutes Jugendbuch, das ich wärmstens empfehlen kann. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht.



Sonntag, 15. Januar 2017

|Behind the Screens #6| Arbeit, Lesen, Stricken

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.


Mein Fotobuch über mein Jahr 2016 ist fertig!

Wie war deine Woche? 

Gut. Die erste Arbeitswoche ging schneller und besser vorbei, als ich mir im Urlaub ausmalen konnte. Außerdem habe ich endlich wieder in meinen Lesefluss gefunden. Der war mir über Weihnachten abhanden gekommen. Und meine Erkältung hat sich auch stark gebessert, wobei ich befürchte, dass mir der Husten noch ein bisschen erhalten bleiben und nahtlos in meine Allergie gegen Frühblüher übergeben wird. Außerdem war ich zwei Mal Essen: am Freitag im beruflichen Umfeld und am Samstag ganz spontan privat. Solche Aktionen sind eh die besten. Und der Burger aus Süßkartoffeln und mit Mango-Salsa war lecker wie immer. 


Winterspaziergang

Wie viele Bücher möchtest du dieses Jahr lesen und glaubst du, dass du dich im Vergleich zum Vorjahr steigern kannst? 

Letztes Jahr hatte ich mir ein klares Ziel gesetzt: 100 Bücher. Ich wollte einfach testen, ob ich dieses Ziel schaffe. Ich habe dieses Ziel auch tatsächlich erreicht und 2016 insgesamt 103 Bücher gelesen. Da ich bei einem Hobby wie dem Lesen kein Fan von "schneller, höher, weiter" bin, werde ich mir für 2017 bewusst kein höheres oder auch sonst irgendwie geartetes Ziel setzen. Ich werde das Lesen einfach genießen und spontan entscheiden, ob und was ich lesen möchte. 


Mein Strickprojekt: ein Loopschal

Was war dein Wochenhighlight?

Zum ersten Mal fällt es mir schwer, ein wirkliches Highlight zu benennen. Versteht mich nicht falsch, ich hatte - wie oben erwähnt - eine schöne Woche, aber etwas, was sich total herausgehoben hätte, war nicht dabei.

Deshalb würde ich die folgenden Dinge als meine Highlights bezeichnen:

  • Dank der illustrierten Ausgabe von "Harry Potter",  die ich zu Weihnachten bekommen habe, habe ich meine Leselust zurück. Und mein aktuelles Buch ("Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennett) liebe ich bereits nach wenigen Seiten heiß und innig.
  • Ich bin ziemlich gut im Häkeln, wohingegen mir Stricken überhaupt nicht leicht von der Hand geht. Das war schon als Kind so. Trotzdem wollte ich meinen Horizont erweitern und habe mir ein Strickset gekauft. Das lag jetzt zwei, drei Wochen bei mir zu Hause herum. Am Freitag habe ich mich endlich ernsthaft damit beschäftigt, und ich habe mir mit YouTube-Videos das Anschlagen von Maschen und das Perlmuster beigebracht. Yay, ich komme richtig gut voran.
  • Winterspaziergänge! Obwohl hier eher Puderzucker denn richtiger Schnee vorhanden ist, habe ich zwei Winterspaziergänge unternommen und sehr genossen. Und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dass ich dieses Jahr noch "echten" Schnee sehen werde. 

Zurück im Leseflow mit Harry Potter

Blogrückblick

Diese Woche gab es bei mir drei Rezensionen. Einmal ein Sachbuch über vier starke Frauen und zwei Romane aus dem Bereich "Chick Lit" (ein Reinfall und ein absolutes Lieblingsbuch).




Samstag, 14. Januar 2017

|Stefka reads| "Christmas Ever After" / "Für immer und einen Weihnachtsmorgen" von Sarah Morgan


„Christmas Ever After“ („Für immer und einen Weihnachtsmorgen“) 

Sarah Morgan
Chick Lit
Englisch
E-Book
4,5 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Es ist an der Zeit, das letzte Buch vorzustellen, das ich in 2016 beendet habe. Das besondere ist hier, dass es sich nicht um ein für mich neues Buch handelt sondern um ein Buch, das ich bereits zum dritten Mal gelesen habe. Ich denke, hier könnte sich eine kleine Tradition entwickeln, denn ich kenne kaum eine Geschichte, die besser zur Weihnachtszeit oder zum Winter passt. 

Skylar ist eine Künstlerin und Träumerin, die hochwertige Schmuckstücke fabriziert. Zu Beginn von „Christmas Ever After“ weilt sie in London, um dort ihren Schmuck auszustellen. Alec ist Historiker mit eigener TV-Show, die ihm den Spitznamen „Shipwreck Hunter“ (also „Jäger von Schiffswracks“) eingebracht hat. Er und Skylar teilen einen gemeinsamen Freundeskreis, pflegen jedoch eine mehr oder minder offen ausgetragene Feindschaft. Er hält sie für eine verwöhnte Zicke, sie ihn für einen spaßbefreiten Langweiler. Deshalb besucht Alec, der sich gerade ebenfalls in seiner englischen Heimat aufhält, eher aus Pflichtgefühl denn Enthusiasmus Skylars Londoner Ausstellung. Überraschenderweise hat er dort einen großen Auftritt als „Ritter in strahlender Rüstung“, der die beiden für die nächsten Tage aneinander bindet und in einem Besuch bei Alecs Eltern auf dem Land mündet.  

Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Geschichte LIEBE? Ich fühle mich, als müsste ich alle lesenden Personen in meiner Umgebung von „Christmas Ever After“ überzeugen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, diese Rezension ein bisschen anders aufzubauen und Stichpunkte zu sammeln, die dieses Buch zu etwas besonderem machen: 

1. Sarah Morgan kann schreiben. Alle ihre Romane haben eine Leichtigkeit, die es möglich macht, quasi durch die Seiten zu fliegen. Außerdem greift sie selten auf schmalzige Formulierungen zurück sondern räumt auch witzigen Dialogen genügend Raum ein. 

2. Skylar ist eine tolle, weibliche Hauptperson. Auf den ersten Blick (elfenhaftes Aussehen mit schlanker Figur und langen, weißblonden Haaren) mag sie zerbrechlich wirken, aber sie weiß genau, was sie will und kontert Alec mit der nötigen Portion Humor. 

3. Alec ist einfach großartig. Ich möchte ihn am liebsten selbst kennenlernen. Und heiraten. Man kann ihn sich wunderbar vorstellen: groß, dunkelhaarig, in sich ruhend, nachdenklich, smart. Was will man mehr... 

4. Das Setting ist perfekt: a) London – in der Top 3 meiner Lieblingsstädte, b) das malerische, ländliche England à la „Liebe braucht keine Ferien“ und c) Maine/USA – Tonnen von Schnee und Eis. 

5. Skylar & Alec haben genau die Chemie, die ich bei einem Paar in einem „Chick Lit“-Roman suche. Man spürt als Leser von Beginn an, wie die Funken fliegen und genau darauf, kommt es mir an.




6. Die beiden haben ausgesprochen coole Jobs. Ich meine Schmuckdesignerin (echte (!) Schmuckdesignerin und nicht D-Promi, der sich nebenher als solcher verdingt) und Historiker, der im TV auftritt (und nichts mit Luis Trenker gemein hat...) - da gibt es nicht viel, was einen höheren Coolness-Faktor zu bieten hätte. 

7. Das ganze spielt zur Weihnachtszeit und im Schnee – also quasi zur schönsten Zeit des Jahres in der für diese Zeit perfekten Umgebung. Das ist kaum zu toppen. 

8. Was mich direkt zum nächsten Punkt führt: eingeschneit im Winterwunderland, gibt es einen besseren Ort für eine romantische Geschichte? Ich finde nicht. Toppt in meinen Augen „gestrandet auf einer einsamen Insel“ und „im Fahrstuhl steckengeblieben“. 

9. Alecs Familie ist großartig. Wie sie ihn alle wieder in einer glücklichen Beziehung sehen möchten und in dem Zusammenhang zu jedem sich bietenden Strohhalm greifen. Und dabei – quasi en passant – von einem Fettnäpfchen ins nächste tappen. 

10. Die schlimmen Schicksalsschläge in der Vergangenheit der beiden Hauptdarsteller sowie das unvermeidliche Drama kurz vor Ende des Buches halten sich in Grenzen und kommen deshalb nicht so unnötig daher wie in vielen anderen Geschichten desselben Genres. 

Bleibt mir zum Abschluss nur zu sagen: Lest. Dieses. Buch. Zumindest, wenn Euch der Sinn nach einer locker leichten, humorvollen Romanze steht. Die perfekte Geschichte, um sich ein bisschen aus dem Alltag zu träumen.

Donnerstag, 12. Januar 2017

|Stefka reads| "Let It Snow - Schneeflockenalarm" von Hannah Kaiser | Thema Gefälligkeitsrezensionen

"Let It Snow" von Hannah Kaiser

"Let It Snow - Schneeflockenalarm" 

Hannah Kaiser
Chick Lit
Deutsch
Kindle
3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Dana Donovan ist eine erfolgreiche, sehr ehrgeizige Familienanwältin. Ihr neuester Auftrag führt sie in der Vorweihnachtszeit in das malerisch verschneite "White Crossing" (nicht zu verwechseln mit "Cooper's Crossing" aus den "Fliegenden Ärzten") und direkt in die Arme von Nathan Callery. Dessen Schwester wird von Dana in einem dramatischen Adoptionsfall vor Gericht vertreten. Zunächst kann Dana wenig mit dem mürrischen Nathan anfangen, und er wiederum hält sie für eine stocksteife, spaßbefreite Großstadtzicke. Erst als ein Schneesturm Dana zu einem längeren Aufenthalt in "White Crossing" zwingt, nähern die beiden sich langsam an. 

Soweit, so bekannt. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich bei Chick Lit durchaus für wenig innovative Plots zu begeistern bin. Deshalb fand ich die Grundidee mit dem "eingeschneit auf dem Land" sehr attraktiv (hat mir z.B. bei "Frigid" von J. Lynn ausgesprochen gut gefallen). Da zudem die Rezensionen auf Amazon ausgesprochen positiv waren (5 Sterne im Schnitt), habe ich mir dieses E-Book kurz vor Weihnachten als leichte Kost für zwischendurch heruntergeladen. Die super gute Bewertung fand ich zwar direkt auch suspekt, aber ich wollte trotzdem einem vermutlich selbstverlegten Buch eine Chance geben. 

Was kann ich sagen, das Buch hat mich nicht gerade umgehauen. Es hatte seine Momente - insbesondere in der Interaktion zwischen Dana und Nathan - aber auch viele Längen. Vor allem die Geschichte rundum das Adoptionskind von Nathans Schwester und auch Nathans eigene Kindheit war für meinen Geschmack VIEL zu dramatisch. Das hatte Heimatfilmdimensionen... 


"Let It Snow" von Hannah Kaiser


Sehr im Lesefluss gestört hat mich auch die Perspektiv- und Zeitenwahl der Autorin: das Buch ist im Präsens geschrieben (und nicht in der für Romane üblichen Vergangenheitsform). Das klingt in meinen Ohren immer ungelenk und gehört für mich in keinen Roman sondern in eine Sachverhaltsschilderung im beruflichen Umfeld. Als Krönung gibt es auch noch den von mir ungeliebten Perspektivwechsel: Teile des Buches sind aus der Sicht von Dana oder alternativ aus der von Nathan geschrieben. Damit nicht genug, zusätzlich sind die Abschnitte aus Danas Sicht in Ich-Perspektive geschrieben, während in Nathans Abschnitten ein übergeordneter Erzähler zum Leser spricht. Was das für einen Mehrwert bringen soll, ist mir ein Rätsel. Mich erinnert das eher an eine Fanfiction denn ein "richtiges" Buch. 

Das führt mich zu dem Thema, das ich in Zusammenhang mit dieser Rezension ebenfalls ansprechen möchte: die oben erwähnten, sehr positiven Rezensionen auf Amazon. Die sind in meinen Augen nicht authentisch. Klar, es kann durchaus Leser geben, die das Buch überzeugt hat. Die Geschmäcker sind schließlich verschieden und daran ist auch überhaupt nichts verwerfliches. Aber 31 (!) 5-Sterne-Rezensionen für "Let It Snow"? Da kann mir niemand erzählen, dass das reell ist. Keine Ahnung, ob hier Freunde und Familie zum Schreiben motiviert wurden, ob man Amazon-Rezensionen ähnlich wie Follower auf Instagram kaufen kann, oder ob es daran liegt, dass die Autorin völlig übermotivierte Über-Fans hat, die mit 5 Sternen (die man sich bei mir hart verdienen muss) nur so um sich werfen, mich hat dieses verzerrte Rezensionsbild sehr geärgert, denn es hat mich bezüglich des Kaufes von "Let It Snow" beeinflusst. Sogar für die Zukunft, denn es führt dazu, dass ich gewisse Rezensionen auf Amazon nicht mehr ernst nehmen kann und Büchern, die nicht aus bekannten Verlagen kommen, keine Chance mehr geben werde. 


Montag, 9. Januar 2017

|Stefka reads| "Mutig, erfolgreich und gut - vier schwäbische Unternehmerinnen " von Karin de la Roi-Frey

"Mutig erfolgreich und gut" von Karin de la Roi-Frey

"Mutig erfolgreich und gut - Vier schwäbische Unternehmerinnen"

Karin de la Roi-Frey
Biografie
Deutsch
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

In dieser Biografie werden vier schwäbische Unternehmerinnen portraitiert: 

Babette Böhm hat einen der Gründer von "Feinkost Böhm" geheiratet und war über viele Jahre die gute Seele des Unternehmens.

Nach Berta Epple ist/war die gleichnamige Neckarpersonenschifffahrtsgesellschaft benannt.

Clara Ritter gehört zur Schokoladendynastie von "Ritter Sport".

Anni Lang ist die Gründerin des Modeschmucklabels "langani". 

Ich habe dieses Buch von meiner Mutter (also eigentlich von meinen Eltern, aber wie in so vielen Familien bedeutet das auch bei mir, dass meine Mami die Geschenke aussucht und im Namen von beiden schenkt) zu Weihnachten bekommen. Sie dachte, dass mich die Geschichte von vier starken Frauen interessieren könnte und dass ich vielleicht einer der Firmen schon einmal beruflich begegnet bin. Das kann ich hinsichtlich der Firmen der vier Frauen verneinen, aber mit einer im Buch erwähnten Konkurrenzfirma sowie einer Nachfolgefirma hatte ich es bereits zu tun.

Ich fand die Lebensgeschichten von allen vier Frauen sehr interessant, denn sie haben alle eines gemeinsam: sie mussten sich in einer von Männer dominierten Welt durchsetzen, um ihren Weg gehen zu können. Das hat mir in Erinnerung gerufen, wie sehr für Dinge, die heute selbstverständlich für mich als Frau sind, gekämpft werden musste: sei es eine höhere Schulbildung für Frauen oder die Möglichkeit, auch als Frau den Führerschein zu machen. Beides stand in der Generation meiner Oma noch nicht allen offen. 

Da ich im letzten Jahr häufig politisch frustriert war und den Eindruck hatte, dass die Menschheit nichts dazu lernt sondern eher Rückschritte macht, fand ich es schön, durch "Mutig erfolgreich und gut" vor Augen geführt zu bekommen, dass sich in Sachen Frauenrechte in den letzten 100-200 Jahren einiges getan hat. Man sollte die Hoffnung also in anderen Bereichen auch nicht aufgeben. 

Manchmal hat mir ein bisschen der rote Faden in den einzelnen Geschichten gefehlt. Auch die eine oder andere Formulierung fand ich etwas hölzern. Davon abgesehen, hat mir das Büchlein gut gefallen und trotz dass es ein Sachbuch ist, war es wirklich unterhaltsam. 


"Mutig erfolgreich und gut" von Karin de la Roi-Frey



Samstag, 7. Januar 2017

|Behind the Screens #5| Weihnachten, Silvester, Heilig Dreikönig

Wie war(en) Deine Woche(n)?

Weihnachten habe ich entspannt bei meinen Eltern daheim verbracht. Nach den Feiertagen habe ich mein altes Kinderzimmer aufgeräumt (und dabei, wie angekündigt, mein Bücherregal noch einmal ausgemistet). Da bin ich über ein paar amüsante Erinnerungen gestolpert. Z.B. über einen frühen Versuch, Tagebuch zu führen. Ich muss sagen, ich hatte mit 16 eine furchtbar altkluge Art zu schreiben. Aber immerhin grammatikalisch und orthografisch einwandfrei...

Am 29. und 30.12. habe ich zwei Tage gearbeitet und Silvester bei Freunden verbracht. Wir haben u.a. Schrottwichteln gespielt, und ich bin heute noch dankbar, dass ich nix gewonnen habe.  Weder die hart umkämpfte "Baguetteschale" (die fälschlicherweise als Behältnis für Tomate-Mozzarella identifiziert wurde) noch den äußerst dekorativen Halloween-Aufsteller bestehend aus Kürbis und Hexe. Oder gar den wunderschönen, historischen Zinnbecher...

Die Woche zwischen Neujahr und Heilig-Dreikönig hatte ich eine Mischung aus Entspannung, Museumsbesuchen und Aufräumen meiner Wohnung geplant. Und was ist passiert? Ich muss mir kurz vor Silvester eine Erkältung eingefangen haben, die an Neujahr ausgebrochen ist. Zunächst ging es mir ganz ordentlich, so dass ich meinen Urlaub trotzdem genießen konnte. Am 05.01. hat sich dies schlagartig geändert, und ich bin richtig krank geworden und die Firma "Tempo" verdient seit dem Tag ein Vermögen an mir. Typisch für mich, ich werde selten krank und wenn, dann NUR im Urlaub.


"Für immer und einen Weihnachtsmorgen" von Sarah Morgan

Welches Buch passt für Dich zum Winter?

Eine Frage wie gemacht für mich, denn ich liebe sowohl den Winter als auch Bücher, die in einem winterlichen Setting spielen. Meine absoluten Lieblinge sind hier zwei Bücher von Sarah Morgan: 

Zum einen "Winterzauber wider Willen", in dem Kayla, ein gestresste New Yorker PR-Beraterin, im winterlichen Vermont auf Jackson, den Leiter eines Ferienressorts, und dessen chaotische Großfamilie trifft. 

Zum anderen "Christmas Ever After" ("Für immer und einen Weihnachtsmorgen"), das ich kurz vor Weihnachten erneut gelesen habe. Daraus könnte sich durchaus eine Tradition entwickeln, denn ich liebe die eigenwillige Künstlerin Skylar und den auf den ersten Blick schroff erscheinenden Historiker Alec. Die beiden sind zunächst in England unterwegs (man fühlt sich direkt in die Landschaft von "Liebe braucht keine Ferien" versetzt) und reisen später ins winterlich raue Maine/USA. 


Schwäbische Unternehmerinnen

Mit welchem Buch startest Du ins neue Jahr? Wie gefällt es Dir bisher?

Schwierige Geschichte. Irgendwie bin ich über Weihnachten aus meinem "Lesetrott" geraten, weshalb ich aktuell mehrere angefangene Bücher herumliegen habe. Zum einen "Ich habe auch gelebt - Briefe einer Freundschaft" über die Brieffreundschaft zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung. Außerdem die Portraits von vier schwäbischen Unternehmerinnen, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Zu guter letzt habe ich die illustrierte Ausgabe von "Harry Potter and the Philosopher's Stone" angefangen zu lesen. 

Was war Dein Wochenhighlight?

Mein absolutes Highlight war, dass ich (durch Verfassung eines Gedichts, let's not talk about the details...) zwei Tickets für den "Super G" der Herren bei der WM in St. Moritz gewonnen habe. Neben all der anfänglichen Freude hat es mich auch direkt vor das Problem gestellt, wie um alles in der Welt soll man in der eh schon teuren Schweiz während so eines großen Events eine bezahlbare Unterkunft finden?! Dank Airbnb (und mit viel Glück) habe ich eine kleine, sehr traditionell eingerichtete (=hässliche) Wohnung gefunden, die als großer Pluspunkt in unmittelbarer Nähe der Piste liegt. Ich bin echt gespannt, wie das wird...

Ein weiteres Highlight war die Wiederentdeckung der "Schwarzwaldklinik". Ich habe diese Serie als Kind geliebt und im Rahmen meiner Aufräumaktion bei meinen Eltern daheim war das meine "Hintergrundmusik" und anschließend war ich süchtig. Nervigerweise hat ZDF neo die letzte Staffel bislang nicht ausgestrahlt. Keine Ahnung was das soll, wahrscheinlich kommt die erst an Ostern... 

Blogrückblick

Auf meinem Blog war in den letzten zwei Wochen einiges los:


Donnerstag, 5. Januar 2017

|Stefka creates| Apfelkuchen mit Sahne / Mostkuchen Landfrauen

Apfelkuchen mit Sahne


Heute präsentiere ich einen meiner absoluten Lieblingskuchen. Generell würde ich Apfelkuchen egal welcher Art (außer der "versunkene Apfelkuchen", den finde ich furchtbar, da er zu 90% aus Teig und nur zu 10% aus Äpfeln besteht) als meinen absoluten Lieblingskuchen bezeichnen. Und dieser hier ist  ganz besonders lecker.

Für den Mürbeteig:
  • 225 g Weizenmehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 75 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 75 g weiche Butter
  • 1 Schuss Schnaps (Geheimtipp von meiner Mutter, damit der Mürbeteig geschmeidiger wird. Das ist hier besonders wichtig, da der Mürbeteig in diesem Rezept sehr krümelig ist)
Für die Füllung:
  • 1 kg Äpfel (nach dem Schälen ca. 700 bis 800 g)
  • ggf. 1 Zitrone
  • 2 Packungen Vanille-Puddingpulver
  • 100 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 750 ml Apfelsaft (oder alternativ 375 ml Apfelsaft und 375 ml Weißwein oder Most)
  • ggf. Semmelbrösel für die Form
Als Abdeckung:
  • 400 ml Schlagsahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Mostkuchen à la Landfrauen


Für den Mürbeteig Mehl und Backpulver mischen und in eine Rührschüssel sieben. Zucker, Vanillezucker, Salz, Ei und Butter hinzufügen. Laut Rezept soll man die Zutaten mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine mit dem Knethaken durchkneten und anschließend mit der Hand bearbeiten, ich mache das durchgehend mit der Hand.

Den Teig anschließend für mindestens 30 Minuten kaltstellen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in Würfel schneiden. Damit sie nicht braun werden, die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln. 

Eine runde 26er Springform fetten und mit Semmelbrösel bestreuen. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ca. 2/3 des Teigs flach ausrollen. Ich mache das direkt auf dem Boden der Springform, da der Teig so bröckelig ist. Anschließend den Ring um die Springform machen. Den restlichen Teig zu "Würstchen" rollen und damit einen ca. 3 cm hohen Rand basteln. 

Aus dem Puddingpulver, Zucker, Vanillezucker und Apfelsaft (bzw. Apfelsaft und Wein oder Most) nach Packungsanleitung einen Pudding kochen. Die Apfelwürfel umgehend unterrühren und die Masse in die Springform auf den Boden leeren. 

Anschließend die Form auf der unteren Schiene in den Backofen schieben und für 50 bis 60 Minuten backen.

Danach kommt der für mich schlimmste Teil: den Kuchen heil vom Blech bringen. Der Rand der Springform lässt sich hier meist problemlos lösen, wohingegen man bei dem Bodenteil vorsichtig sein muss. Auf keinen Fall versuchen, das zu früh in Angriff zu nehmen. Ich warte mittlerweile mindestens 30 Minuten und nehme einen Kuchenretter. 

Den Kuchen für einige Stunden (oder über Nacht) auskühlen lassen. Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen und auf den Kuchen streichen. Abschließend mit Kakaopulver verzieren. Für Silvester habe eine Pappschablone mit der Zahl 2017 gebastelt, auf den Kuchen gelegt und das Kakaopulver darüber gesiebt. 

Der Kuchen ist aufwändiger als die Schoko-Sahne-Torte, die ich als letztes vorgestellt habe, was vor allem an der nervigen "Äpfelschälerei" liegt. Trotzdem lohnt sich der Apfelkuchen immer, da er wirklich lecker ist und gewöhnlich sehr gut ankommt. Gutes Gelingen! Ich würde mich freuen, wenn jemand den Kuchen nach backt. 


Apfelkuchen mit Sahne

Dienstag, 3. Januar 2017

|Stefka reads| Meine Lesestatistik 2016

Ich habe erst ca. 2013 damit begonnen, die Bücher, die ich lese, aufzuschreiben. Auslöser war, dass ich gemerkt habe, dass bei E-Books mein Erinnerungsvermögen nicht so gut funktioniert. Wenn ich ein "echtes" Buch gelesen habe, kann ich mich noch Jahre später daran erinnern, wie das Buch ausgesehen hat, wo im Bücherregal es steht etc. Bei E-Books verschwimmt diese Erinnerung. Wahrscheinlich ein Hinweis darauf, dass mein Gehirn sehr "graphisch" funktioniert.


"Harry Potter" und die heilige Dreikönige


Es war definitiv eine der besten Entscheidungen, eine Leseliste zu führen, denn ich finde es sehr spannend, am Ende des Jahres zu sehen, was und vor allem wie viel ich gelesen habe. Da müssen nun auch meine Leser durch ;-)

Zunächst darf ich mir selbst gratulieren, denn ich habe tatsächlich meine Leseziel erreicht und über 100 Bücher gelesen, yay! Es waren insgesamt 103 Bücher

Davon habe ich im September mit 13 Büchern die meisten gelesen. Das hat auch einen Grund, denn im September war ich im Strandurlaub und hatte somit viel Zeit, um zu lesen. Die wenigsten Bücher  - nur 5 Stück - habe ich im März gelesen. Da war ich eine knappe Woche in Oslo und hatte kaum Gelegenheit zu lesen. Außerdem habe ich mit "Fangirl" ein Buch in norwegischer Sprache gelesen, was naturgemäß länger dauert, als wenn ich auf Deutsch oder Englisch lese. 

Insgesamt habe ich in 2016 63 Bücher in deutscher Sprache, 39 Bücher in englischer Sprache und ein Buch auf Norwegisch gelesen. Diese Statistik entspricht nicht ganz meinem üblichen Schnitt, denn normalerweise lese ich mindestens 50% meiner Bücher auf Englisch. Das hat sich in diesem Jahr durch verschiedene Buchgewinne bei lovelybooks.de und vorablesen.de etwas verschoben.


"Annähernd Alex"


Ich kaufe mir die meisten Bücher selbst. 11 Bücher habe ich bei lovelybooks.de gewonnen, 3 Bücher bei vorablesen.de und 1 Buch bei einer Blogverlosung. Außerdem habe ich 3 Bücher von Freunden ausgeliehen und 4 Bücher aus meinem eigenen Bücherregal erneut gelesen. 

Manchmal ist es gar nicht so einfach, das richtige Genre für ein Buch zu finden. Die Übergänge sind teilweise fließend. Folgendermaßen habe ich meine in 2016 gelesenen Bücher eingruppiert:
  • Chick Lit: 36 Bücher
  • Young Adult: 14 Bücher 
  • Krimi: 13 Bücher
  • New Adult: 12 Bücher
  • Roman: 8 Bücher
  • Biografie: 7 Bücher
  • Jugendbuch: 4 Bücher
  • Fantasy: 3 Bücher
  • Sachbuch: 3 Bücher
  • Humor: 2 Bücher
  • Zeitgeschichte: 1 Buch
Chick Lit ist führend, da es etwas leichtes ist, was man gut zwischendurch lesen kann. Außerdem gibt er hier viele Reihen, so dass aus einem überzeugenden Buch meist automatisch drei werden, da man eine gelungene Reihe natürlich auch beenden möchte. Die Autorinnen in dem Genre schmeißen zudem meist 3 bis 4 Bücher pro Jahr auf den Markt, so dass man hier bei Stammautorinnen automatisch auf mehr Bücher kommt im Unterschied z.B. zu Krimiautoren, die pro Jahr ein Buch schreiben. 

Die Verteilung meiner Sterne sieht wie folgt aus:
  • 2 Sterne: 1x
  • 2,5 Sterne: 1x
  • 3 Sterne: 11x
  • 3,5 Sterne: 18x
  • 4 Sterne: 50x
  • 4,5 Sterne: 13x
  • 5 Sterne: 9x 
Meine "Lowlights" waren "Küss mich bei Tiffany" von Eva Völler und "Dark Love - Dich darf ich nicht lieben" von Estelle Maskame. 

5 Sterne habe ich für die folgenden Bücher vergeben:

"Harry Potter" und die heilige Dreikönige


Insgesamt habe ich 46 klassische Bücher, 45 E-Books und 12 Hörbücher gelesen/gehört. Wer wissen möchte, nach welchem Schema ich mich für echte Bücher oder E-Books entscheide, der kann einen Blick auf diesen Post werfen. Bei Hörbüchern greife ich beinahe ausschließlich zu (Regional-)Krimis. Das kann ich nicht wirklich begründen, vielleicht weil sich gesprochener (bayrischer) Dialekt einfach cool anhört. Die Anzahl der von mir gehörten Büchern hängt direkt mit meinen gefahrenen Autokilometern zusammen, denn ich höre ausschließlich im Auto Hörbücher. Andersherum habe ich auch immer ein Hörbuch im Auto dabei, denn ich kann Radioprogramme egal welcher Art überhaupt nicht leiden. Sowohl die Musik also auch die Gespräche nerven mich. Bei so "gefakten" Diskussionen zwischen zwei Radiomoderatoren ("ich vertrete jetzt ganz massiv Meinung A" und "surprise, surprise, mein Morning-Show-Kollege ist reeeiiin zufällig genau der entgegengesetzten Meinung") werde ich aggressiv.

Zum Abschluss ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2017. Hier habe ich mir kein Leseziel gesetzt. Ich habe die 100 gelesenen Bücher jetzt einmal erreicht, möchte mich aber keinesfalls unter Druck setzen, dass ich dieses Ziel wieder erreichen oder gar übertreffen muss. Bei so hochgegriffenen Zielen kann man nur scheitern und im Zweifel die Lust am Lesen verlieren. Außerdem fällt ab diesem Jahr meine Lesezeit in der S-Bahn teilweise oder vielleicht sogar komplett weg (eine knappe Stunde am Tag), so dass ich nicht weiß, wie es weitergehen wird.

Ich nehme mir auch keine speziellen Genre oder gar Buchtitel vor, die ich unbedingt lesen möchte. In der Hinsicht war ich schon immer spontan und greife zu dem, was mich gerade anspricht. Das kann ich mir auch erlauben, da ich keinen SUB im klassischen Sinne besitze. 

Ich freue mich auf das neue Lesejahr und hoffe auf viel Inspiration von anderen Buchblogs. Let the reading begin!

Sonntag, 1. Januar 2017

|Stefka reads| Die 8. Buchsaiten Blogparade - ein Rückblick in Büchern

Ich beteilige mich zum ersten Mal an der BuchSaiten Blogparade, die in diesem Jahr von Petzi von "Die Liebe zu den Büchern" organisiert wird, denn ich finde, das ist eine schöne Gelegenheit, das Lesejahr 2016 zu reflektieren. 

Die Blogparade funktioniert nach dem Prinzip, dass man 5 Fragen zu den im vergangenen Jahr gelesenen Büchern beantwortet.



Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? 

Nach einem kurzen Blick in meine Lesestatistik ist es mir nach anfänglicher Ratlosigkeit doch nicht schwer gefallen, die Antwort auf diese Frage zu finden: "Eisenberg" von Andreas Föhr. Ich kenne diesen Krimiautor schon seit einigen Jahren und habe alle Fälle aus der "Kreuthner & Wallner"-Reihe mit Begeisterung gehört. Entsprechend habe ich mich auf seine diesjährige Buchveröffentlichung gefreut, war jedoch enttäuscht, als ich erfahren habe, dass es kein Buch um Kreuthner & Wallner sein wird sondern eine komplett unabhängige Geschichte. Wahrscheinlich ist es nie eine schlechte Voraussetzung, wenn man mit niedrigen Erwartungen an ein Buch herangeht, denn man kann eigentlich nur positiv überrascht werden. Und genauso war es bei "Eisenberg". Ich war von der ersten Minute an gefesselt und besonders die realitätsnahe Art und Weise, wie Andreas Föhr die private und berufliche Verhaltensweise von Juristen beschreibt, ist mir auch nach Monaten noch sehr präsent. 

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? 

Diese Frage ist die, die ich ohne jegliches Nachdenken sofort beantworten kann, denn ich hatte mich sooo auf den zweiten Teil von Eva Völlers "Kiss & Crime"-Reihe gefreut, da ich den ersten Band in 2015 geliebt habe. Und was ist passiert? "Küss mich bei Tiffany" war der totale Reinfall. Die im ersten Teil liebenswerten Charaktere waren teilweise nur nervig, die Storyline völlig überdreht und manche Passagen unendlich langweilig. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Reihe gelesen zu haben, in der der zweite Teil so abgefallen ist... 

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr? 

Sie hat zwar schon länger viele begeisterte Anhänger, aber ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal Bücher von Rainbow Rowell gelesen, und ich hatte sehr viel Spaß mit allen dreien, die ich mir ausgesucht habe: "Fangirl""Carry On" und "Eleanor & Park". "Fangirl" habe ich mir in Norwegen gekauft und auf Norwegisch gelesen. Da bin ich ein kleines bisschen stolz drauf, dass ich diese Herausforderung gemeistert habe. Bei "Fangirl" und "Carry On" geht es um Fanfiction und eine Art alternatives Harry-Potter-Universum, was ich schon allein als Grundidee faszinierend fand. Vor "Eleanor & Park" habe ich mich ein bisschen gedrückt, da ich eine tragische Grundstimmung vermutet habe (und wenn schon in der Welt so viele schlimme Dinge passieren, tue ich mich schwer, auch noch über traurige Einzelschicksale zu lesen). Die Sorge war jedoch unbegründet, denn obwohl Eleanor keine einfache Kindheit und Jugend hat, wird die Geschichte nie gefühlsduselig oder depressiv. Ich kann allen, die gerne ein Jugendbuch mit Niveau lesen möchten, Rainbow Rowell wärmstens empfehlen.  


"Annähernd Alex" und "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums"


Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr? 

Da möchte ich Beispiele von zwei verschiedenen Verlagen nennen. Einmal "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" aus dem Magellan-Verlag und zum anderen "Annähernd Alex" und "Jane & Miss Tennyson" aus dem Königskinder-Verlag. Ich finde es toll, wenn sich Verlage Mühe mit der Gestaltung der Cover geben und dabei auch noch einen ganz eigenen Stil finden. Daran mangelt es mir bei deutschen Verlagen, weshalb ich es umso bemerkenswerter finde, wenn ein Verlag sich in der Hinsicht abhebt (und keine Scherenschnitte auf das Cover "pappt"). 


Julie James

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2017 lesen?

Da habe ich bislang keinen totalen "must read" auf der Liste. Deshalb habe ich mich für "The Thing About Love" von Julie James entschieden. Julie James ist eine Autorin, von der ich einige Bücher gelesen habe, die mich wirklich begeistert haben, sie hat mich mit ihren letzten zwei, drei Romanen aber auch eher enttäuscht, da diese für meinen Geschmack zu sehr nach Schema F der Chick Lit abliefen. Trotzdem werde ich ihr immer wieder eine Chance geben, denn sie kann schreiben und die Mischung aus Romanze und juristischem Background ist genau meins.