Freitag, 22. Juli 2016

|Leseliebe| "Rote Grütze mit Schuss" von Krischan Koch

Ich habe heute leider kein Foto für Euch. Das liegt zum einen daran, dass mein Notebook in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist. Zum anderen habe ich "Rote Grütze mit Schuss" bei einem großen Internethändler heruntergeladen, weshalb ich allenfalls diverse selbstgebrannte CDs hätte fotografieren können. Da dies nicht meinem ästhetischen Empfinden entspricht, habe ich mich entschlossen, in diesem Post auf eine graphische Untermalung zu verzichten.

"Rote Grütze mit Schuss" 

Krischan Koch
Krimi
Deutsch
Hörbuch
4 Sterne

Dies ist der erste Teil der Krimis um den Dorfpolizisten Thies Detlefsen und sein nordfriesisches Heimatkaff Fredenbüll. Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass ich diese Krimis in falscher Reihenfolge höre. Das liegt daran, dass ich "Mordseekrabben" bereits letztes oder vorletztes Jahr geliehen bekommen habe und somit nicht mit Band eins gestartet bin. Habe ich aber nicht als problematisch empfunden.

Thies Detlefsen fürchtet im äußerst geruhsamen Fredenbüll um die Zukunft seiner Polizeidienststelle. Da kommt ihm der Mord an dem Biobauern Brodersen gerade recht. Wobei, was heißt hier Mord, als Brodersen tot im Mähdrescher aufgefunden wird, muss er zunächst die Zentrale in Kiel davon überzeugen, dass es sich nicht um einen bloßen Unfall handelt. Da zeitgleich auch die schöne Swantje Ketels verschwindet, kommt der ansonsten eher an Falschparker auf dem Deich und zu schnellfahrende Hamburger Porschefahrer gewöhnte Thies ganz schön ins Schwitzen. Zum Glück schickt im Kiel die Kommissarin Nicole Schwadtke zur Unterstützung. Die beiden verstehen sich auf Anhieb - zu gut für den Geschmack von Thies' Ehefrau.

In diesem ersten Band lernt man die Stammbesetzung der "Hidde Kist" sowie die Kundschaft des "Salons Alexandra" kennen. Außerdem erfährt man, dass das Liebesleben der Fredenbüller wesentlich progressiver ist, als man auf den ersten Blick meinen möchte.

Ich hatte viel Spaß mit diesem Regionalkrimi. Natürlich darf man nicht erwarten, dass der Mordfall absolut im Mittelpunkt steht. Genau wie beim "Eberhofer Franz" oder dem "Klufti" stehen auch hier die regionalen Besonderheiten und das Privatleben der ermittelnden Personen mindestens genauso im Fokus. Wer damit leben kann und ein bisschen Geduld für die Unterscheidung der norddeutschen Namen mitbringt, ist mit diesem Regionalkrimi gut bedient.

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