Donnerstag, 31. Dezember 2015

2015 - ein persönlicher Jahresrückblick

Zum Abschluss der Jahres darf ein kleiner Jahresrückblick nicht fehlen. Ich habe 34 Fragen beantwortet. Außerdem präsentiere ich passend zu jedem Quartal ein paar Bilder.

Ansonsten verbleibt nur, allen einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen. May it be a good one!

01. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?


Eine 8. Manches war schön, manches nicht so. Keine absoluten Highlights aber auch keine totalen Tiefpunkte. (Welt-)Politisch ging mir so einiges auf die Nerven und hat mir sogar Angst gemacht. Es muss doch möglich sein, dass im 21. Jahrhundert alle Menschen ein Dach über dem Kopf haben und in Frieden leben können. Es kann nicht sein, dass der Ort der Geburt über das komplette Lebensschicksal entscheidet.


02. Zugenommen oder abgenommen?


Gleich geblieben bzw. ein bisschen weniger. Ich wiege mich nicht.


03. Haare länger oder kürzer?


About the same. Also kürzer als 2013 aber der gleiche Grundschnitt seit Frühjahr 2014.


04. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?


Ich war nicht beim Augenarzt, aber ich glaube, ich bin minimal kurzsichtiger geworden. Bei -7,0 Dioptrien ist trotzdem irgendwann genug. Ich möchte nicht völlig erblinden. Und für Altersweitsichtigkeit fühle ich mich zu jung.


05. Mehr Kohle oder weniger?


Etwas mehr.


06. Besseren Job oder schlechteren?


Kein gravierender Unterschied. Ich gehe gerne arbeiten und kann es nicht nachvollziehen, wenn Leute sich zu einer Arbeit quälen, die ihnen keinerlei Spaß bereitet. Dazu ist mir meine Lebenszeit zu schade.


07. Mehr ausgegeben oder weniger?


Vielleicht ein bisschen mehr, denn meine große Reise 2015 (USA) war teurer als die von 2014 (Norwegen).


08. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?


Einige Bücher bei lovelybooks.de und vorablesen.de. Außerdem die Erkenntnis, dass die Menschheit nichts dazu lernt.

1. Quartal 2015: Garmisch mit Felix, Jansi und mir

09. Mehr bewegt oder weniger?


Mehr. Ich "hample" jetzt regelmäßig vor der DVD ein HIIT-Training runter, mache daheim und bei der Arbeit Yoga, außerdem gehe ich nach wie vor laufen. Ach ja, das passt auch zur Nummer 8: ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass Cardio alleine nicht die Lösung ist. Man braucht definitiv Krafttraining, um etwas zu erreichen. Somit besitze ich zum ersten Mal in meinem Leben so etwas wie Bauchmuskeln.


10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?


Ich hatte bei der Arbeit sage und schreibe ZWEI Krankheitstage. Trotzdem hatte ich im März 2015 einen kurzen Anflug der grassierenden Grippe - jedoch im Urlaub in Garmisch. Außerdem musste ich aufgrund meiner Unterrichtstätigkeit schnell wieder gesund werden, was ich auch geschafft habe. Im USA-Urlaub war ich kurz erkältet. Man sieht, ich bin selten krank und wenn, dann nur im Urlaub...


11. Davon war für Dich die Schlimmste?


Der eine Abend/die eine Nacht in Garmisch, als ich im Fieberwahn war, aber trotzdem nicht schlafen konnte.


12. Der hirnrissigste Plan?


Ich liebe Pläne, aber ich kann mich an keine hirnrissigen erinnern. Ich bin eher rational. Manchmal zu sehr.


13. Die gefährlichste Unternehmung?


In Boulder auf den Flatiron kraxeln. Im Rocky Mountain National Park durch Schnee und Eis waten. Da haben wir dann auch abgebrochen, da vor uns jemand hingefallen ist, und wir wussten, dass wir den ganzen Weg auch wieder in umgekehrter Richtung zurücklegen mussten. Außerdem der Moment, als wir im Rocky Mountain Nationalpark mitten im Wald standen und der Fußweg zurück zum eigentlichen Weg zwischen all den Bäumen nicht mehr zu erkennen war. Und kein Mensch weit und breit zu sehen...


14. Die teuerste Anschaffung?


Spontan fallen mir nur mein Tablet und ein neues Objektiv für meine Spiegelreflex ein. Beides nicht super teuer.


15. Das leckerste Essen?


Die Pizza in New York. Das Sandwich mit Avocado in New York. Das Frühstück im "Egg & I" in Estes Park. Man sieht, in manchen Regionen der USA kann man super lecker essen.


16. Das beeindruckendste Buch?


"Aamodt & Kjus – 35 ar som konkurrenter. Og brodre." - die Biographie über die norwegischen Skifahrer Kjetil Andre Aamodt und Lasse Kjus. Ich wollte das Buch schon seit dessen Erscheinen in 2012 lesen, es ist mir aber nicht gelungen, es in Deutschland oder Norwegen zu kaufen. Dann bin ich in 2015 auf die Idee gekommen, nach einer Version für den Kindle zu suchen. Das hat funktioniert, und ich habe das Buch auf Norwegisch (!) innerhalb von knapp zwei Wochen verschlungen. So spannend und erkenntnisreich für mich. Ich wünsche mir, dass es eines Tages ein Buch über Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud geben wird. Falls sich kein Autor findet, ich würde es schreiben;)


2. Quartal 2015: USA | Bodensee | Freiburg


17. Der ergreifendste Film?


Ich glaube, ich war in 2015 nicht im Kino. Selbst daheim gucke ich kaum Filme. Ich schaue beinahe ausschließlich "nebenher" TV (also neben dem Arbeiten am Notebook, häkeln etc.), weshalb mir für Filme die Konzentration fehlt. Meine liebsten "Tatorte" waren die aus Österreich. Z.B. der mit dem Mord an der tschechischen Grenze.

Ergreifend im klassischen Sinne war der Film vielleicht nicht, aber mein Lieblingsfilm 2015 war "Die Streif - One Hell of A Ride". Eine Dokumentation über die gefährlichste Abfahrt der Welt, in der auch der Aksel *fangirlmodeon* zu Wort kommt. Für mich gibt es nichts besseres.


18. Die beste CD?


Ich höre kaum Radio und kaufe nur ganz, ganz selten CDs. Also muss ich hier ein Hörbuch nennen: "Wolfsschlucht" von Andreas Föhr. Die Bücher um Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner sind die besten Regionalkrimis EVER. Allein der Moment, als Kreuthner den gestohlenen Maibaum in einem Cabrio versenkt...

[Wer unbedingt eine musikalische Antwort möchte: ich liebe "Adeste Fidelis" von Helene Fischer...]

Mein persönlicher Soundtrack des Jahres war "Dem Land Tirol die Treue". Aber das ist eine lange Geschichte...


19. Das schönste Konzert?


Auf keinem gewesen. Gehe eher auf Sportevents. Da kann man mich überall hinschleppen. Wäre Saison gewesen, hätte ich in den USA auch unbedingt zu einem Footballspiel gewollt.

Vielleicht kann man das ja als Konzert werten: Après Ski in Garmisch. Das war einer der schönsten Abende 2015. Inklusive "Dem Land Tirol die Treue" (in der Nacht habe ich den Text gelernt...) und des Jungesellinenabschieds von Claudia aus NRW.


20. Die beste TV-Serie?


"Der Bergdoktor" und "Die Bergretter". Ja, ich habe da einen etwas seltsamen Geschmack. Diese ganzen gehypten amerikanischen Serien interessieren mich null. Wahrscheinlich, weil ich meiner Zeit voraus war. Damals, als kaum jemand in Deutschland amerikanische Serien geschaut hat, habe ich "Picket Fences", "Chicago Hope" und "Unser lautes Heim" (wer erinnert sich an Leonardo di Caprio in seiner ersten Rolle?!) geliebt. Oder "Beverly Hills 90210" (*TeamBrandon*). Später dann "Dawson's Creek", "OC California" und "Gossip Girl". Seit ich vor Jahren aufgehört habe, "Grey's Anatomy" zu schauen, gucke ich nichts mehr aus den USA. Erst vor ca. einem Monat hat mich nach Jahren wieder eine Serie aus den USA gepackt: "The Royals".

Ansonsten stehe ich dazu, dass ich wenig amüsanter finde als die amourösen Verwicklungen um Dr. Martin Gruber und seinen Bruder, den Bauer Hans. Dazu ein paar obskure Krankheiten und "Alexander, mein einziger Freund!" und der Fernsehabend ist perfekt. Ach ja, ich bin eindeutig *TeamDerBergdoktorUndDieWirtin*!.

Die "Bergretter" finde ich auch super. Den neuen Hauptdarsteller kenne ich aus dem "Powder Park" (eine Serie, die außer M. und mir wahrscheinlich kein Mensch geschaut hat...). Der sieht gut aus und trägt seine Haare wie Kjetil Jansrud. Außerdem liebe ich die Landschaftsaufnahmen aus dem Dachsteingebirge. Da will ich auch mal hin...


21. Die meiste Zeit verbracht mit?


Dem Wühlen durch Zahlenkolonnen bei der Arbeit. Andere mögen es langweilig finden, ich finde es spannend, aus einem Wust von Zahlen einen Sachverhalt zu konstruieren. Wer kann schon von sich behaupten, dass er über eine Insolvenz auf die Todesursache "eingewachsener Zehennagel" (da selbstbehandelt und deshalb Blutvergiftung) stößt? Das gibt es nicht mal beim "Bergdoktor" (siehe Nr. 20).


22. Die schönste Zeit verbracht mit?


Mit R. in den USA. Insbesondere am "Grand Canyon of Yellowstone" und in Vail/Colorado. Mit M. in einer Strandbar am Bodensee. Und vor dem TV beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia, als plötzlich und völlig unerwartet zwei Attacking Vikings im Finale standen. Das war mein schönstes Weihnachtsgeschenk.


23. Zum ersten Mal getan?


Europa verlassen und mit einem Automatikauto über unendliche, amerikanische Highways gekurvt.


24. Nach langer Zeit wieder getan?


"Silverstar" im Europapark gefahren.


3. Quartal 2015: auf der Streif | in Oberstdorf | bei der Kürbisausstellung | auf der Buchmesse


25. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?


Viele Dinge, die Politiker angezettelt haben, oder die aufgrund deren Versagens erst passiert sind.


26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?


Dass JEDER Mensch das Recht auf ein Leben in Frieden und Freiheit hat.


27. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?


Wochenendtrip zum Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang für meine Mutter. Inklusive meiner Bereitschaft als Reisepartner zu fungieren. Ich zitiere: "Das war alles so entspannt mit dir."


28. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Dass es eine höhere Macht gibt, die entschieden hat, dass ich Frieden in einem Land aufwachsen darf, in dem es kein Nachteil oder gar gefährlich ist, weiblich zu sein und in dem sich auch Naturkatastrophen in Grenzen halten. Das habe ich in diesem Jahr und bei all diesen schlimmen Nachrichten so richtig zu schätzen gelernt.


29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?


"Du wirst auch immer hübscher." Ich krieg normalerweise eher Komplimente wegen meiner Intelligenz...

"Du hast ein gutes Herz." Das verberge ich wohl manchmal...


30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?


"Um zu wachsen, muss man ab und an seine Komfortzone verlassen."


31. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?


Stylejunction - ich mag die Fotos und den Sonntagstratsch.

mein feenstaub - die schönsten Zeichnungen EVER

larsmaeland - über das Innenleben des norwegischen Alpin-Teams


32. 2015 war mit einem Wort:


*politischinstabil* (sorry, geht nur in zwei Worten)


4. Quartal 2015: Weihnachtsmarkt Bad Hindelang | Europapark


33. Zum Vergleich: Verlinke Deinen Rückblick vom vorigen Jahr!


Geht nicht. Hatte damals noch keinen Blog.


Und Jahresausblick? ... so'n paar Pläne für 2016:


Eigentlich behalte ich die lieber für mich...

- gesünder ernähren und Sportpensum beibehalten

- am Holmenkollen einen Sportevent besuchen

- einfach machen


Donnerstag, 24. Dezember 2015

|Stefka reads| 2015 Weihnachtswichteln auf lovelybooks.de

Inhalt meines Wichtelpaketes

Nachdem ich beim Halloweenwichteln so viel Spaß hatte, war es eine leichte Entscheidung für mich, auch am Weihnachtswichteln auf lovelybooks.de teilzunehmen. Mir macht es einfach Freude, für andere ein Paket zusammenzustellen und natürlich macht es auch super viel Spaß, das eigene Paket auszupacken. Ich war total gespannt, was ich in meinem Päckchen vorfinden würde...

Der eingepackte Inhalt meines Pakets | die kleinen "Mutschele" (Zapfen) habe ich gleich als Deko verwendet

An Kleinigkeiten waren Kinderschokolade, ein goldener Stern, ein Teelicht und ein Weihnachtsglöckchen enthalten.

Noch ein Bild von den eingepackten Geschenke, die ich bekommen habe | Buch Nr. 1 mit Backideen | kleines Weihnachtsglöckchen
Als Hauptgeschenke habe ich das Backbuch "Zauberhafte Backideen" und "Unendlich wir" von Amy Harmon erhalten. Oh, ich freue mich. Das Backbuch enthält einige Ideen, die mich direkt angesprochen haben. Außerdem gefallen mir die Bilder zu den einzelnen Rezepten total gut und die Verpackungstipps finde ich auch super. Ich glaube, als erstes werde ich den Mohnschneckenkuchen probieren.

Von Amy Harmon habe ich bereits "Vor uns das Leben" gelesen. Eines der Lesehighlights des letzten Jahres für mich. Ich freue mich schon total darauf, nun auch "Unendlich Wir" lesen zu können. Der Schreibstil von Amy Harmon ist einfach wunderschön...

Ein goldener Stern | Buch Nr. 2 ein Jugendbuch | das Rätsel, das mich einige Nerven gekostet hat | beim Fotografieren hatte ich einen neugierigen Zuschauer (Diego, die Nachbarskatze)
Vielen herzlichen Dank an meine Wichtelmama für das Paket. Ich habe mich sehr gefreut und werde mich in den nächsten Tagen intensiv mit den beiden Büchern beschäftigen. Tausend Dank!

Außerdem möchte ich die Organisatorinnen des Wichtelns nicht vergessen. Ganz herzlichen Dank für die Mühe.

Inhalt des Wichtelpaketes, das ich versendet habe

Ich habe versucht, eine bunte Mischung aus Büchern und sonstigen Kleinigkeiten zusammenzustellen.

Was ich verschickt habe... | "Loveletters to the dead" werde ich mir, glaube ich, auch noch selbst kaufen | die eingepackten Geschenke
Ich habe ein Buch von der normalen Wunschliste meines Wichtelkindes und zwei Bücher von der Wichtelwunschliste ausgesucht. Alle Bücher habe ich bei rebuy.de bestellt. Der Zustand der Bücher war solide und "Loveletters to the dead" war sogar originalverpackt. Das hat mich total gefreut.

Ansonsten sind ein Tee, selbstgemachte Marmelade, Leckerlis für die Katzen meines Wichtelkindes, ein Gästebuch, Badesalz und eine Kissenhülle mit Eulen in das Paket gewandert. Zum Glück scheine ich den Geschmack meines Wichtelkindes getroffen zu haben. Die einzelnen Päckchen habe ich in selbstgestaltetem Geschenkpapier verpackt.

Eine kleine Geschenkebox habe ich auch beigelegt und mit selbstgemachtem Schneekristallkonfetti befüllt | ebenfalls selbstgemacht: Marmelade | ein Blick ins fertige Paket

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Merry Christmas | Frohe Weihnachten


Ich werde die Zeit vom 24. bis 31.12.2015 unfreiwillig digitalen Detox machen. Der Empfang bei meinen Eltern ist eingeschränkt und erinnert latent an alte Modemzeiten. Snapchat und Bloglovin kann man total vergessen, Instagram bedarf viel Geduld (eine meiner ganz großen Stärken...).

Entsprechend habe ich mir eine To-Do-Liste gemacht, die man off-line umsetzen kann. Zimmer aufräumen (mein altes Kinderzimmer ist riesig, da braucht man zwei Tage. Vor allem wenn man sich leicht ablenken lässt. Ach, ich könnte kurz einen Blick in die Abi-Zeitung werfen...), mein Fotobuch 2015 erstellen, lesen, Kochbücher durchgehen... Ich werde mich hoffentlich nicht langweilen. Und am 28.12.2015 ist die Zeit ohne Sport im TV zum Glück vorbei. Da kommt Skispringen (Quali Oberstdorf) und Abfahrtstraining in Santa Caterina. Letztes Jahr habe ich vor dem 28.12. aus Verzweiflung beim Aufräumen "Dornenvögel" geschaut...

 Ich wünsche allen meinen Freunden und Lesern ein wundervolles Weihnachtsfest. Genießt die freien Tage...

Dienstag, 22. Dezember 2015

|Stefka & Sports| Stefka... schaut Sport - Teil 1


Es ist Samstagmorgen. Ich wache auf. Mir ist leicht schlecht. Vor Aufregung. Denn heute beginnt die neue Weltcupsaison im Ski alpin mit den Speedwettbewerben in Lake Louise/Kanada. 

Es ist Samstagabend. Ich sitze auf dem Boden in meinem alten Kinderzimmer daheim bei meinen Eltern. Ich kann mein Glück kaum fassen. Hinter der Zeit von Aksel Lund Svindal leuchtet die „1“ auf. 

Ich schreibe diesen Blogbeitrag, damit die Nichtsportfans in meiner Umgebung einen Einblick bekommen, was es bedeutet, Sportfan zu sein. Und die „normalen“ Sportfans sollen verstehen, was es heißt, ein Über-Fan zu sein.


Ich liebe Sport. Und hiermit meine ich in diesem Fall nicht selbst aktiv zu sein. Das mag ich mittlerweile auch ganz gerne (und das ich, die in Sport in der Schule immer nur „ausreichend“ war, mit Ausnahme der allerletzten Note in 13/2, da hatte ich 7 Punkte, weil ich immer bemüht war und nie geschwänzt habe. Also auch nicht wegen Können sondern wegen Anwesenheit. Manchmal würde ich gerne meine ehemaligen Sportlehrer treffen und ihnen erzählen, dass ich einen Halbmarathon gefinisht habe), aber an dieser Stelle soll es um Sport als Zuschauer gehen.

Wahrscheinlich bin ich durch meine Mama erblich vorbelastet. Die schaut besonders gerne Fußball, aber in jungen Jahren ist sie auch für die Kämpfe von Cassius Clay mitten in der Nacht aufgestanden. So kam es, dass ich bereits im zarten Alter von sechs Jahren meine ersten Olympischen Spiele verfolgt habe. Obwohl der durch Magdalena Neuner initiierte Über-Hype damals noch meilenweit entfernt war, hat mich Biathlon tief beeindruckt und ich habe es „nachgespielt“. Zwei normale Kleiderbügel habe ich als Skistöcke benutzt und einen Hosenbügel habe ich mir auf den Rücken gespannt. So bin ich auf Strümpfen über den Marmorboden geflitzt und habe am Ende des Ganges im Zimmer meines Bruders auf den Heizkörper „geschossen“.

Mein erster richtiger Lieblingssportler war Pirmin Zurbriggen. Ich habe keine Ahnung, was mich ausgerechnet an einem Schweizer Skifahrer so beeindruckt hat, wobei ich auch in der Folge einen Hang zu schweigsamen Athleten hatte. Wäre ich älter, wäre vermutlich Ingemar Stenmark mein absoluter Lieblingssportler geworden. Wahrscheinlich habe ich mich auch für Zurbriggen entschieden, weil ich sowohl Marc Giradelli als auch Alberto Tomba doof fand.

Man merkt, ich hatte bereits in jungen Jahren einen Hang zum Wintersport, wobei ich auch keine Olympischen Sommerspiele verpasst habe. Meine Lieblingssportarten waren lange Kunstturnen und die Rhythmische Sportgymnastik. Lilia Podkopayevas mitreißende und witzige Bodenkür von 1996 oder die eleganten Programme von Alexei Nemov (der leider mittlerweile das Schicksal vieler ehemaliger männlicher russischer Spitzensportler teilt und wie ein Hefekloß auseinander gegangen ist) werde ich genauso wenig vergessen wie die Übungen von Alexandra Timoshenko, Maria Petrova, Yulia Barsukova und Anna Bessonova in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Meine Bilder von den Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik in Stuttgart in 2015

Die Kernsportarten Schwimmen und Leichtathletik verfolge ich ebenfalls mit Begeisterung. Wer erinnert sich noch an den aus den USA stammenden Hype um die Schwimmer während der Olympischen Spiele von 2004 in Athen?! Der ist damals sogar über das Eiskunstlaufforum „Figure Skating Universe“ hereingebrochen. Bezüglich der Leichtathletik ist eine meiner frühesten Erinnerungen der Zehnkämpfer Siggi Wentz. Für den hat sich meine Mutter damals begeistert. Unweigerlich muss man in diesem Zusammenhang auch an das Fehlstartfiasko von Jürgen Hingsen denken. Obwohl ich überhaupt nicht nationalistisch veranlagt bin (im Gegenteil, mir geht jeglicher Über-Hype von nationalen Athleten dermaßen auf den Keks, dass ich mich meist mehr mit ausländischen Sportlern denn einheimischen Athleten identifizieren kann), ist eine meiner liebsten Leichtathletikerinnerungen jener legendäre Abend in Barcelona 1992 als Dieter Baumann und Heike Henkel innerhalb kurzer Zeit beide die Goldmedaille gewonnen haben. Natürlich mit dem legendären Kommentar von Gerd Rubenbauer und Dieter Adler („eine Lücke tut sich auf!“).

An dieser Stelle soll auch der Fußball nicht unerwähnt bleiben. Am Anfang konnte ich die Begeisterung meiner Mutter für diese Sportart nicht nachvollziehen und habe mich höchstens über seltsame Namen wie Rummenigge (konnte ich mich als Kind drüber totlachen) amüsiert. Mein erster, bewusst verfolgter Fußballevent war die WM 1990. Perfekte Wahl, würde ich sagen. Bei vielen wichtigen Fußballmomenten in der Folge weiß ich auch heute noch, was ich gemacht habe. Golden Goal EM 1996: Stefka ist müde und genervt und putzt sich deswegen just in dem Moment die Zähne... Viertelfinale 2006 Deutschland gegen Argentinien: Stefka ist genervt und kommt deshalb im Moment des Ausgleichs aus der Küche und hält zur Versorgung ihrer Gäste einen Teller mit einem Kirschplunder in der Hand. WM 2014: ganz Deutschland feiert und Stefka sitzt in Geilo/Norwegen, weil bei Buchung der Reise an Silvester 2013 niemand an eine Finalteilnahme Deutschlands geglaubt hat. Ja, das „Deutschland im Finale“-Szenario wurde bei der Auswahl des Reisezeitpunkts diskutiert und als unrealistisch abgetan. Von wegen eine europäische Mannschaft hat noch nie etwas gerissen in Südamerika und so. Hrmpf. Ansonsten möchte ich an der Stelle erwähnen, dass ich nie Fan einer bestimmte Bundesligamannschaft geworden bin. Wenn, dann mag ich bestimmte Fußballer (Christoph Metzelder z.B.). Mittlerweile bin ich in einem Alter, in dem einem die Trainer näher stehen als die Spiele (Thomas Tuchel).

Originalunterschrift von Ekaterina Gordeeva in meiner Ausgabe von "My Sergei"

Trotzdem schlägt mein Herz am meisten für die Wintersportarten, und ich war ab Anfang der 1990er bis ca. 2006 großer Eiskunstlauffan. Auslöser waren das russische Paarlauftraumpaar Ekaterina Gordeeva & Sergei Grinkov und der ukrainische Einzelläufer Viktor Petrenko. An Petrenko haben mich in jungen Jahren vor allem sein Kurzprogramm zu „Let's Twist Again“ und seine Kür zu „Rigoletto“ beeindruckt. Mir hat bei beiden Programmen die schnelle, mitreißende Musik und die Interpretation derselben gefallen. Gordeeva & Grinkov sind für mich auch heute noch das Nonplusultra, wenn ich an das Paarlaufen denke. Die beiden haben einfach die vollendete Harmonie ausgestrahlt und sind in meinen Augen der Höhepunkt der russischen (sowjetischen) Paarlaufperfektion und ihre Kür zur Mondscheinsonate das schönste Programm „ever“. Als eine eher peinliche Jugendsünde würde ich meine Begeisterung für den Franzosen Philippe Candeloro einordnen.

Die Olympischen Spiele von Lillehammer sind für mich noch immer das schönste und größte was ich jemals im Sport miterleben durfte. Auf das Eiskunstlaufen bezogen wurde das Comeback von Gordeeva & Grinkov leider durch eine nervige Diskussion über die Kürbewertung getrübt, weshalb eiskunstläuferisch für mich für immer der Abend der Damenkür das absolute Highlight bleiben wird. Jedoch nicht wegen der Soap Opera „Kerrigan vs. Harding“ (an die sich bedauernswerterweise auch heute noch jeder Nichteiskunstlaufinteressierte in Deutschland erinnert...) sondern wegen Oksana Baiul aus der Ukraine. Sie hat mich bereits in der Saison zuvor begeistert und an diesem Abend hat sie für mich die mitreißendste Kür auf das Eis gezaubert. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, wie ich bei der Notenvergabe mit ihr gezittert habe. Im Nachhinein wäre es für ihren weiteren Lebensweg vermutlich besser gewesen, sie hätte diese Goldmedaille nicht mit 16 Jahren gewonnen. Aber an diesem Abend war ich einfach nur super glücklich über das Ergebnis.

Allgemein war ich im Eiskunstlaufen nie Fan der „everybody's darlings“. Aus diesem Grund sind Grishuk & Platov meine absoluten Lieblingseistänzer. Deren Tango OD aus der Saison 1996-97 ist noch immer mein Lieblingseistanzprogramm aller Zeiten. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, denn für mich gibt es wenig langweiligeres als das Eistanzen der letzten fünf Jahre. 

Neben der zweiten Goldmedaille für Grishuk & Platov war die Kürentscheidung der Herren mein Highlight bei den Olympischen Spielen von Nagano. Den Samstagnachmittag (zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass die Herrenkür an einem Samstag stattgefunden hat), an dem der sonst immer super nervöse und unbeständige Ilia Kulik eine perfekte Kür gelaufen ist, werde ich nie vergessen. Ich gebe zu, die Niederlage von Elvis Stojko, dessen sportlicher Laufstil mich nie überzeugen konnte, hat einen klitzekleinen Teil zu meiner Begeisterung beigetragen.

Meine nächste ganz, ganz große Eiskunstlaufliebe nach Gordeeva & Grinkov waren Elena Berezhnaya & Anton Sikharulidze. Natürlich ebenfalls aus Russland, denn an die russische Paarlaufschule kommt definitiv niemand heran. So sehr ich die beiden mochte, ihre Karriere in den Jahren 1997 bis 2002 war auch eine wahre Achterbahnfahrt für mich als Anhänger der beiden und diese Zeit möchte ich definitiv nicht noch einmal durchmachen. Klar, es gab tolle Höhepunkte (wie ihr „Lady Caliph“-Kurzprogramm während der Olympischen Spiele in Vancouver) aber gefühlt wogen die Tiefpunkte umso schwerer: eine Sturzorgie in der Kür bei ihrer ersten gemeinsamen WM in 1997, der Sturz bei der letzten Hebung während der Olympischen Spiele in Nagano, eine unwürdige Notendiskussion im Anschluss an ihren WM-Titel 1999, das legendäre Lifetime-fluff-piece, in dem Anton sein Oberteil wegschmeißt, der positive Dopingbefund wegen eines Hustenmittels von Elena im Jahr 2000, die knappe WM-Niederlage in 2001 und schließlich das Schlimmste, was ich je als Sportfan erleben musste: der umstrittene Sieg bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City und die anschließend von den nordamerikanischen Medien inszenierte Schlammschlacht, die in einer zweiten Goldmedaille für ihre Konkurrenten Sale & Pelletier resultiert hat. Diese zwei, drei Wochen sind unvergesslich für mich, denn ich habe gelitten wie ein Hund. Auch die Freudentränen, als der erste positive Bericht über Berezhnaya & Sikharulidze in Zusammenhang mit dem Skandal in den Medien erschienen ist, haben sich mir unwiderruflich eingebrannt. Das ganze hat mich so stark geprägt, dass ich es bis heute nicht übers Herz gebracht habe, mir meine Aufnahmen von der letzten Gruppe der Paarlaufkür anzuschauen. Ich weiß auch nicht, ob ich jemals soweit sein werde.

Romaniuta & Barantsev (Foto Copyright Takami H.) | Volosozhar & Kharchenko (Foto Copyright Tove S.) | Grishuk & Platov (Foto copyright Marie L.) | Berezhnaya & Sikharulidze (Foto copyright Takami H.)

Im Anschluss an die Saison 2001-02, in der ich mit der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Lausanne meinen ersten großen Live-Event besucht habe, habe ich meine Leidenschaft für das Besuchen solcher Meisterschaften entdeckt. In der Folge habe ich zusammen mit Kerstin und wechselnden weiteren Freunden, die ich über das Internet kennengelernt habe, einige legendäre Stunden beim Bofrost Cup in Gelsenkirchen (ja, auch Gelsenkirchen kann ein Party-Hotspot sein...), bei der WM 2004 in Dortmund (durch das Eiskunstlaufen habe ich das Ruhrgebiet besser kennengelernt als so mancher Fußballfan), der EM 2005 in Turin, der EM 2006 in Lausanne und der Junioren-WM 2007 in Oberstdorf verbracht. Wir hatten immer eine geniale Zeit bei solchen Events. Wobei das nicht zwingend am großartigen dargebotenen Sport gelegen hat (wer sich an die Damenkür bei der EM 2005 in Turin erinnert, weiß wovon ich rede...), sondern eher an den anderen Fans, mit denen man dort Zeit verbracht hat.

Berezhnaya & Sikharulidze (Foto copyright Takami H.)

Nach Karriereende von Berezhnaya & Sikharulidze hatte ich noch die einen oder anderen Lieblingsläufer, aber absolute Favoriten waren nicht mehr dabei. Zum einen haben die Läufer, die mir gefallen haben, nicht den ganz großen Durchbruch geschafft (Yulia Obertas & Sergei Slavnov oder Yana Kokhlova & Sergei Novitsky) und zum anderen hat sich das Eiskunstlaufen u.a. aufgrund des neuen Wertungssystems peu à peu verändert, weshalb mich die meisten Programme und Läufer langweilen. Das einzige Event, das ich in den letzten Jahren regelmäßig besucht habe, ist die Nebelhorn Trophy, wobei dies nicht unerheblich mit Oberstdorf als Austragungsort zusammenhängt. Unkomplizierte Anreise, leckeres Essen und vielfältige Wandermöglichkeiten – was will man mehr.

Fotos (von mir) von meinem Lieblingseiskunstlaufwettbewerb, der Nebelhorn Trophy: Elena Radionova | Tomas Verner
 
Tatjana Volosozhar & Maxim Trankov waren in den letzten Jahren die einzigen Eiskunstläufer, für die ich so etwas wie eine Fanliebe entwickelt habe. Sie betreiben meine Lieblingsdisziplin Paarlaufen, haben einen unglaublich hohen dreifachen Wurflutz (mein Lieblingselement, sofern er nicht in der chinesischen Version ausgeführt wird) und lassen einen an die große Liebe glauben...

Volosozhar & Trankov during various Nebelhorn Trophy comepetitions

Dies ist der erste Teil meines Berichts zum Thema "Stefka... schaut Sport". Teil 2 mit meinen aktuellen Lieblingssportarten folgt im neuen Jahr.


Sonntag, 20. Dezember 2015

|Stefka reads| Buchverlosung "Pur genießen" von Pascale Naessens


Das nachfolgende Buch habe ich von vorablesen.de zur Verfügung gestellt bekommen. Der Verlag hat versehentlich zwei Exemplare an mich übersandt, und ich habe die Erlaubnis bekommen, das Extraexemplar hier auf meinem Blog zu verlosen.



Bei dem Buch handelt es sich nicht um ein "normales" Kochbuch, das einfach Rezepte zum Nachkochen liefert. Ich würde es eher als Ernährungsratgeber mit zu den Richtlinien passenden Rezepten beschreiben.

Am Anfang stellt die Autorin ihr Ernährungskonzept vor, das darauf basiert, dass man nicht alle Lebensmittel mischen darf. Stattdessen soll man nur bestimmte Lebensmittel zusammen verzehren. Das Grundprinzip lautet, dass man Gemüse sowohl mit Eiweiß (also Käse und Fleisch) oder auch Kohlenhydraten essen darf. Auf Eiweiß gemeinsam mit Kohlenhydraten muss man hingegen verzichten. Folglich kein Fleisch mit Nudeln.

Die Rezepte sind in verschiedenen Kapiteln logisch angeordnet: Gemüse, Käse, Fisch, Süßes etc. und werden durch schöne Fotos untermalt. Deshalb haben mich einige Rezepte auch direkt angesprochen. Ab und zu ist eine Zutat dabei, die nicht jeder Haushalt vorrätig hat (z.B. rote Currypaste), aber die zu tätigenden Neuanschaffungen halten sich in einem vernünftigen Rahmen. Die Rezepte sind auch nicht übermäßig kompliziert oder extrem zeitaufwändig. Ich denke, selbst Personen mit wenig Kocherfahrung müssten damit zurechtkommen. 

Was mich an dem Buch nicht 100% überzeugt hat: die Verteufelung der Kartoffel. Dass man den einfachen Kohlenhydraten aus Weißmehl (also z.B. Nicht-Vollkorn-Pasta) kritisch gegenüber steht, kann ich nachvollziehen. Aber dass man die Kartoffel, die neben Kohlenhydraten weitere Nährstoffe liefert und durchaus zur Kategorie Gemüse zu zählen ist (und uns über Jahrhunderte gut ernährt hat), ablehnt, kann ich nicht nachvollziehen. Vor allem wenn man parallel Rezepte mit Hähnchenfleisch, was in der Regel stark mit Antibiotika belastet ist, anpreist.


Trotzdem hat mir das Kochbuch gut gefallen, und ich habe neben einem Gemüseauflauf direkt einen Birnenkuchen mit Ingwer zubereitet. Ich fand es super, dass ich bei dem Kuchen mit Kokosblütenzucker arbeiten konnte.



Der Kuchen war für eine kleine Springform ausgelegt und hat gut geschmeckt. Die Kombination aus Birne und Ingwer war ungewöhnlich aber trotzdem sehr lecker.



Verlosung

Ich verlose ein Exemplar von "Pur genießen" an einen meiner Leser aus Deutschland. Ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein bzw. die Erlaubnis Eures Erziehungsberechtigten haben. Hinterlasst bitte unten einen Kommentar, in dem Ihr mir Euer liebstes Koch-oder Backbuch verratet. Außerdem bitte eine Kontaktmöglichkeit (z.B. E-Mail-Adresse oder Euer Name bei lovelybooks.de) angeben, damit ich Euch im Gewinnfalle benachrichtigen kann. Ihr könnt Euch bis 31.12.2015 bewerben. Ich werde das Buch umgehend versenden, so dass der Gewinner mit gesunden Rezepten ins neue Jahr starten kann.

Sonntag, 13. Dezember 2015

|Stefka creates| Zimtsterne

Zimtsterne gelten gemeinhin als Königsdisziplin in der Weihnachtsbäckerei. Ich kenne einige Familien, in denen aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads und vieler misslungenen Versuche keine Zimtsterne mehr gebacken werden. In meiner Familie gehören sie jedoch zum Standardprogramm, und ich kann von meiner Oma und meiner Mutter einige Tipps weitergeben.



Teig:
- 3 kleine Eiweiß
- 250 g Puderzucker, gesiebt
- 320 g Mandeln, fein gemahlen
- ½ Teelöffel Zimt

Alle Zutaten zu einem Teig vermengen und eine halbe Stunde stehen lassen.

Guss:
- 1 Eiweiß
- 130 g Puderzucker

Beide Zutaten ca. 4 Minuten zusammen aufschlagen. Am besten mit der Küchenmaschine.

Einen  Esslöffel Teig auf einer Prise Zucker und etwas Mehl mit der Hand flach drücken. Anschließend ausstechen, vorsichtig ablösen und auf das mit Backpapier ausgekleidete Blech legen. Den Guss mit einem Messer auftragen. Alle Schritte für jeden Zimtstern separat durchführen.


Bei 150 Grad (Ober-und Unterhitze) auf der 2. Schiene von unten 18 – 20 Minuten backen (bis der Guss leicht eierschalenfarben aussieht).


Bei Zimtsternen ist es sehr wichtig, dass sowohl der Teig als auch der Guss die richtige Konsistenz haben. Der Teig ist naturgemäß ziemlich klebrig, darf aber auch nicht zu pappig sein. Weil er so klebrig ist, macht es keinen Sinn - wie z.B. bei Ausstecherle - einen großen Teigfladen auszurollen und mehrere Sterne auf einmal auszustechen. Das funktioniert nicht. Besser ist es, nur eine kleine Menge Teig in die Hand zu nehmen und wie oben beschrieben mit der Hand flach zu drücken, anstatt ein Wellholz zu verwenden. Ich finde, die Sterne sehen auch viel schöner aus, wenn sie dicker sind. Auch die Ausstechform sollte eine gewisse Größe haben und nicht zu winzig sein.

Noch eine Anmerkung zum Teig: meine Mutter mahlt die Mandeln selbst, da die gekauften gemahlenen Mandeln nicht fein genug sind.


Der Guss ist eher zäh denn flüssig. Hier muss man gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit zugeben (z.B. Schnaps), das kommt sehr auf die Größe des Eis an. Für den Guss sollte das Ei nicht zu klein sein, während für den Teig (wie oben erwähnt) drei kleine Eier die richtige Konsistenz ergeben.


Alles in allem ist die Produktion von Zimtsternen zwar etwas tricky aber keinesfalls unmöglich. Am besten funktioniert es, wenn man zu zweit ist und einer sticht aus, während sich der andere um das Auftragen des Gusses kümmert.

Eine kleine Anekdote von meiner verstorbenen Oma, aus deren Fundus dieses Rezept stammt: sie hat immer mit dem letzten Teig ein kleines "Versucherle" produziert, d.h. hier wurde nicht mehr ausgestochen sondern einfach ein kleiner Kreis plattgedrückt und mit Guss überzogen. Den darf man dann sofort nach dem Backen verzehren, um zu überprüfen, ob alles geklappt hat.

Samstag, 12. Dezember 2015

|Stefka travels| Europapark - Winter Edition

Ich war dieses Jahr im Juli im Europapark - bei 40 Grad im Schatten. War trotzdem ein toller Tag, denn ich hatte von meiner Mutter ihre gewonnenen Tickets für den "EDEKA Tag" geschenkt bekommen. Das bedeutete nicht nur kostenlosen Eintritt sondern auch Essen und - an diesem Hochsommertag sehr wichtig - Getränke umsonst.

Vor ein paar Wochen wurde ich von einer Freundin gefragt, ob ich sie bei total gegensätzlichen Witterungsbedingungen in den Europapark begleiten möchte. Sie hatte diese Woche aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements freien Eintritt. Ich habe gerne zugesagt, denn in den vergangenen Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mit die schönsten Tage des Jahres sind, wenn man in der Vorweihnachtszeit den einen oder anderen Urlaubstag einlegt. Deswegen habe ich auch diesen Traum von Gröden/Südtirol im Dezember im Hinterkopf...

Eingepackte Euro-SAT-Kugel * die Euromaus beim Eiskunstlaufen * Skihütte, die man für Veranstaltungen mieten kann. Das wäre mal eine Location für eine Weihnachtsfeier. Aber leider, dafür habe ich definitiv den falschen Job. But a girl can dream...


Ich war vor einigen Jahren bereits einmal im Winter im Europapark und wusste ungefähr, was ich zu erwarten habe. Die großen Wasserattrationen und "Silverstar" sind geschlossen. "Blue Fire" war überraschend geöffnet. Ansonsten ist der ganze Park mit unzähligen Lichterketten, Lämpchen und Tannenbäumen geschmückt, was jedoch erst in den Abendstunden so richtig zur Geltung kommt.

Deko * Tomatensuppe im Looping-Restaurant * im skandinavischen Teil
Dadurch, dass die großen Attraktionen geschlossen sind (im Sommer könnte der Europapark für mich im Prinzip nur aus dem "Silverstar" und "Blue Fire" bestehen), konzentriert man sich auf eher unspektakuläre Fahrgeschäfte und fährt mit Bähnchen etc., die man im Sommer links liegen lassen würde. Man kommt auch in Teile des Parks, die man sonst nie betritt, wie z.B. die Umgebung von Schloß Balthasar.

Auch haben wir eine ausgiebige Pause im Looping Restaurant eingelegt. Da bekommt man das Essen spektakulär über eine Achterbahn serviert. Meine Tomatensuppe und die Pommer waren echt lecker.


Riesenrad * Weihnachtsbaum, Bilder und ich in der Rizzi Ausstellung
Extra für den Weihnachtsmarkt wurde ein Riesenrad aufgestellt. Damit sind wir sowohl tagsüber als auch im Dunkeln einmal gefahren. Entschädigung für das in diesem Jahr nicht vorhandene Riesenrad auf der Muswiese.

Sehr schön fand ich auch die Ausstellung mit Bildern von James Rizzi (wollte gerade Walter Rizzi schreiben und war verwirrt, wie ich auf diese Idee gekommen bin. Jetzt weiß ich, warum: Walter Rizzo - das waren noch Zeiten im Eiskunstlaufen...). Wunderbar farbenfroh und viele Bilder zum Thema New York, das hat mir gut gefallen. 


Dreharbeiten mit der Euromaus und Benedikt Weber * die Stabkirche von innen * Riesenrad
Nachmittags waren wir in der Eisshow. Das Stück hieß "Der verschwundene Pinguin" und war leider weder von der Storyline noch von der einsläuferischen Leistung überzeugend. Eher unfreiwillig komisch. Vor allem als sich die Euromaus in bester Florian-Silbereisen-Manier plötzlich in die Geschichte gedrängt hat und am Nord- und Südpol aufgetaucht ist...

Da hatten die Dreharbeiten für den Junior Club des Euopaparks einen höheren Unterhaltungswert. Der Moderator Benedikt Weber fährt mit einem motorisierten Schlitten vor, begrüßt enthusiastisch die Euromaus und diese antwortet: "Ich muss gleich weg, die Gäste begrüßen! Tschüß..." Da hat einer von den Technikern auf den falschen Knopf gedrückt...


Mein Lieblingsteil: Skandinavien * beleuchtetes Pferd * der rote Platz
Der Dunkelheitseinbruch kam recht schnell und der Park erstrahlte plötzlich durch tausende Lämpchen in einem ganz anderen Licht. Leider kann ich dies nur eingschränkt mit Bildern belegen, denn ich hatte lediglich eine kleine Kamera dabei, die im Dunkeln keine guten Bilder liefert. Vor allem in dem Parkbereich vor Schloß Balthasar, in dem sich außer uns kaum Menschen aufgehalten haben, war es sehr romantisch, besinnlich und weihnachtlich.

Ich kann einen Besuch im weihnachtlichen Europapark definitiv empfehlen. Er hat von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet (am Wochenende auch länger) und der Eintritt kostet 36,50 €.

Sonntag, 6. Dezember 2015

|Stefka travels| Bad Hindelang - Weihnachtsmarkt

In Bad Hindelang auf dem Weihnachtsmarkt war ich voriges Jahr zum ersten Mal. Da es mir sehr gut gefallen hat und meine Mutter Weihnachtsmärkte gerne mag, haben mein Vater und ich ihr eine Reise nach Bad Hindelang zur Weihnachtsmarktzeit zum Geburtstag geschenkt. Dieses Geschenk wurde an diesem Wochenende eingelöst. Und da ich die bessere Shoppingbegleitung bin ("Shopping Queen" lässt grüßen), durfte ich meine Mutter begleiten.

Erster Eindruck von den Ständen und eines meiner Lieblingsessen: Kaiserschmarrn. Yummy...
Das Wetter war - im Gegensatz zum Wochenende davor - leider sogar nicht weihnachtlich. Kein Schnee und frühlingshafte Temparaturen. Dafür aber kaum Regen.

Bad Hindelang liegt in der Nähe von Sonthofen, Oberjoch und Oberstdorf im wunderschönen Allgäu. Meine Eltern haben hier schon öfters ihren Sommerurlaub verbracht. 

Das Holzscheitdorf und Allgäuer Schmiedekunst
Es gibt einige Punkte, die diesen Weihnachtsmarkt in meinen Augen zu etwas besonderem machen. Zum einen bildet das gesamte Dorfzentrum die Kulisse für den Weihnachtsmarkt. Man muss Eintritt zahlen, was die angenehme Folge hat, dass kaum Gruppen unterwegs sind, deren einziges Ziel auf dem Weihnachtsmarkt ist, sich sinnlos zu betrinken. Es gibt eine ausgewogene Mischung aus kunsthandwerklichen Ständen und Essens- und Getränkebuden. Und definitiv kaum Ramsch.  

Im Sessel des Nikolaus, der "Aksel", Schmiedekunst

Außerdem ist der weitläufig angelegte Weihnachtsmarkt wunderschön gestaltet. Damit meine ich nicht nur die einzelnen Verkaufsstände sondern auch einige spezielle Attraktionen wie das Holzscheitdorf oder die Kinderweihnacht.

Kinderweihnacht inklusive Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf und Himmelspost
Es gibt auch verschiedene musikalische Live-Auftritte, z.B. von Alphornbläsern. Apropos Musik, die Lautsprecher, die im ganzen Dorf angebracht sind und über die traditionelle weihnachtliche Musik gespielt wird, tragen für mich entscheidend zur weihnachtlichen Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt bei.


Weitere Impressionen vom Weihnachtsmarkt
Wie schon im letzten Jahr hat mir auch dieses Mal wieder die Christbaumausstellung hervorragend gefallen. Hier stellen verschiedene Künstler, Institutionen aber auch Privatpersonen selbstgestaltete Christbäume aus. 

Christbaumausstellung

Kerzen, Engel aus alten Gesangbüchern, "Rost"-Kunsthandwerk
An mehreren Stellen gibt es Krippen mit lebenden Tieren: Esel, Schafe und Ziegen.

Ziegen, "Rost"-Kunsthandwerk und Engel
Zu den absoluten Highlights zählt der Märchenumzug, der Freitag und Sonntag abends stattfindet. Teilnehmer sind u.a. Pippi Langstrumpf, Väterchen Frost, das Christkind, Maria & Josef mit dem Jesuskind, die heiligen Dreikönige mit echten Kamelen u.v.m. Das ist nicht nur für Kinder eine Attraktion, wobei ich sagen muss, dass ich Umzüge generell gerne anschaue (egal ob Fastnacht oder Volksfest).

Zauberhafter Weihnachtszug mit Feen, den wilden Klausen und dem Sandmännchen
Die Klausen (junge Burschen in furchterregenden Fellkostümen) gehören zur Allgäuer Tradition und treiben am zweiten Adventswochenende ihr Unwesen. Im letzten Jahr habe ich diese nicht wirklich ernst genommen, bis von mehreren Seiten nachdrücklich vor diesen gewarnt wurde. Insbesondere die "Klausen" aus Oberstdorf sind dafür bekannt, es besonders wild zu treiben, weshalb am zweiten Adventssamstag in Oberstdorf die Geschäfte und Gaststätten nachmittags geschlossen bleiben. Jedoch muss ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass es mir im letzten Jahr problemlos gelungen ist, einen "Klausen" in die Flucht zu schlagen. Als dieser meinte, wir müssten umgehend mitkommen, habe ich nachdrücklich mit meiner berufsbedingten Chefstimme "nein, müssen wir ganz sicher nicht" geantwortet - und er hat ohne weitere Gegenwehr (=Schläge mit Rute) aufgegeben. Vielleicht war es aber auch ein ganz besonders unerfahrener "Klausen"...

Krippenausstellung
Die Krippenausstellung ist eine weitere Besonderheit des Bad Hindelanger Weihnachtsmarkts. Bei den Krippen handelt es sich um Ausstellungsstücke von verschiedenen Familien, die hier selbstgemachte Krippen (eine war aus alten Holzkisten hergestellt) und Erbstücke zur Verfügung stellen.

Kutschfahrt (meiner erste seit knapp 30 Jahren...) durch Bad Hindelang
Auf der einen Seite kann ich jedem nur empfehlen, dem Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang einen Besuch abzustatten. Auf der anderen Seite hat dieser zwischenzeitlich schon so viele Besucher, dass er nicht noch bekannter werden sollte, um seinen ganz eigenen Charme nicht zu verlieren...