Montag, 29. Juni 2015

Vegane Pizza aus Vollkornmehl mit Spargel und anderem Gemüse

Ein gesundes und leckeres "geht immer"-Rezept

Ich habe Pizza schon immer geliebt. Und ja, ich gebe es zu, als Kind auch super gerne die Salami-Variante von "Wagner". Für Notfälle hatte meine Mutter die immer daheim, denn das Kind war ja eher schleckig und hat sich gerne mal bestimmten Speisen verweigert. Und dann gab es für mich eben Salami-Pizza. Heute würde ich im Leben nicht mehr auf die Idee kommen, eine Fertigpizza mit Wurst egal welcher Art zu kaufen. Gammelfleisch etc. lässt grüßen.

Pizza mache ich in 99% aller Fälle selbst. Das beinhaltet für mich auch die Teigherstellung, denn die empfinde ich nicht als sonderlich aufwändig.

Zutaten für den Teig

- 1/2 Würfel Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe

- 500 g Vollkornmehl

- Salz

- ca. 250 ml warmes Wasser

- Olivenöl

Zutaten für den Belag

- Passierte Tomaten ohne Zusätze

- Basilikum

- Salz und Pfeffer

- Gemüse nach Wahl

- Olivenöl

Zubereitung

Ich gebe das Mehl in eine große Schüssel, mische es kräftig mit Salz und drücke in die Mitte eine Kuhle hinein. In diese Kuhle bröckle ich den halben Hefewürfel hinein. Anschließend füge ich am Rand der Schüssel nach Gefühl Olivenöl hinzu, d.h. ich lasse die Flasche 1-2x den Rand entlang kreisen. Danach gieße ich das warme Wasser über die Hefebrocken und beginne langsam zu rühren, so dass sich die Hefe auflöst. Nach und nach gebe ich mehr Wasser hinzu und rühre auch das Mehl unter. So bald ich knapp 250 ml Wasser mit der Mehl-Salz-Öl-Mischung und der Hefe verrührt habe, beginne ich den Teig gut durchzukneten, bis ich einen schönen, elastischen Teig habe, der nicht klebt. Falls nötig, mehr Mehl hinzufügen. Für die Konsistenz des Teigs bekommt man mit der Zeit ein gutes Gefühl.

Anschließend den Teig in der Schüssel und mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen.

Den fertigen Teig noch einmal durchkneten, gegebenenfalls ein bisschen Mehl hinzufügren, damit er nicht zu pappig ist. Ich teile den Teig meist in zwei Hälften. Die eine Hälfte packe ich in eine Tupperschüssel in den Kühlschrank für den nächsten Tag. Die andere Hälfte teile ich in vier gleiche Kugeln und welle vier dünne Pizzafladen aus. Das reicht für zwei Personen. Darauf verstreiche ich die passierten Tomaten und würze mit Salz und Basilikum. Danach mit dem klein geschnittenen Gemüse belegen, noch einmal würzen und mit Olivenöl beträufeln.

Anschließend kommen die Pizzafladen bei ca. 220° C für ca. 15 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Letzte Woche wurde die Spargelsaison beendet, und es gab die Pizza zum letzten Mal für dieses Jahr mit frischem Spargel:


Die Version vom nächsten Tag.


Mittwoch, 24. Juni 2015

Sommerlicher Beeren Crumble

I love Crumble...

Heute möchte ich eines meiner liebsten Rezepte vorstellen, das ich auch im Alltag häufig zubereite und dessen Zutaten und Zubereitung ich sogar auswendig kann. Ich back mir diesen  Beeren Crumble sowohl zum Frühstück (vor allem nach einem langen, morgendlichen Lauf) als auch zum Abendessen, wenn ich keine Lust auf etwas Deftiges habe, zu.

Die Zutaten habe ich immer im Haus:

- 300 g bis 500 g Beeren (egal welche Sorte und ob tiefgekühlt oder frisch)

- 80 g Vollkornmehl

- 60 g Margarine (wer Butter bevorzugt, kann natürlich auch diesen nehmen)

- 1 Päckchen Vanillezucker (den guten mit echter Vanille)

- 30 g Zucker

- etwas Backpulver

- Zimt nach Belieben

Den Backofen bei Ober-Unterhitze auf 200°C vorheizen.

Zunächst fülle ich die Beeren in meine drei kleinen Auflaufförmchen. Alternativ gehen auch Tassen oder eine größere Auflaufform.



Anschließend stelle ich den Crumbleteig her. Ich knete alle Zutaten in einer Schüssel so lange zusammen, bis ein krümeliger Teig entsteht. Diesen gebe ich über die Beeren.

Der Crumble wandert für ca. 30 Minuten in den Backofen.

Danach für mindestens 15 Minuten abkühlen lassen und genießen.




Anmerkung

Mein Rezept enthält relativ wenig Zucker. In anderen Rezepten wandert meist mehr Zucker in den Teig und die Beeren werden zusätzlich gesüßt, aber mir reicht die Süße meiner Variante völlig aus. Anstatt Beeren kann man auch Äpfel, Pfirsiche oder Nektarinen nehmen. Ich nehme meist Beeren, da ich diese trotz meiner Fruktosemalabsorption gut vertrage.

Samstag, 20. Juni 2015

Pull-apart-Cake mit Beeren - Rezept

Für Hefeteig braucht man keinen Thermomix - Gefühl reicht völlig aus

Mir kommt es immer etwas komisch vor, wenn ich lese "ich habe den Hefeteig mit dem Thermomix gemacht". Das erweckt den Anschein, als wäre die Herstellung eines Hefeteigs ein wahnsinnig komplizierter Prozess, denn man ohne ein technisches Hilfsmittel nicht bewältigen kann. Und tatsächlich kenne ich Leute, die vor Hefeteig zurückschrecken, da dabei ja so viel schief gehen kann. Meine Mutter hingegen hat mich immer mit den Worten ermutigt: "Hefeteig ist der einfachste und kalorienärmste Teig, den es gibt." Von daher habe ich mich vor einigen Jahren ohne Angst an meinen ersten Hefeteig gewagt. Und er ist mir gelungen. Genau wie alle, die ich danach produziert habe. Egal ob mit frischer Hefe oder Trockenhefe. Egal ob süß oder salzig. Ich knete immer mit der Hand und mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl für die Konsistenz des Teigs und weiß, ob er z.B. zu pappig ist und deshalb mehr Mehl benötigt. Gehen lasse ich ihn meist in meinem Schlafzimmer. Bei Sonnenschein stelle ich die mit einem Handtuch abgedeckte Schüssel ans Fenster und bei schlechtem Wetter drehe ich die Heizung auf. Zur Not auch im Juni (so geschehen heute). Außerdem warne ich alle in meiner Umgebung, dass die Tür zum Schlafzimmer geschlossen bleiben muss. Nicht, dass plötzlich gelüftet wird und der Teig einen Zug abbekommt.

Lange Rede, kurzer Sinn: keine Angst vor Hefeteig! Bekommt man problemlos mit der Hand am Arm hin.

Was ich heute gebacken habe: das Pull-apart-Cake aus der "Lecker Bakery" aus dem Jahr 2013. Ich habe das Rezept leicht abgewandelt und auf meine Bedüfnisse und Vorräte angepasst.

Meine Version des Pull-apart-Cakes: mit Himbeeren

Zutaten

- 500 g Mehl plus etwas Mehl zum Auswellen
- 50 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (ich nehme immer dem aus dem DM - mit echter Vanille und nicht mit Vanillin)
- 1 Würfel frische Hefe1 (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
- 1/2 TL Salz
- 50 g Margarine plus 2 EL Margarine plus etwas Margarine zum Ausfetten der Form (im Original Butter)
- 150 ml Wasser (eigentlich Milch, aber ich ersetze diese durch Wasser, da ich laktoseintolerant bin)
- 2 Eier
- Marmelade (ich hatte selbstgemachte Kirschmarmelade, im Originalrezept ist es Johannisbeerkonfitüre)
- ca. 60 g Beeren für das Topping (im Original sind es frische Johannisbeeren, ich habe heute aufgetaute TK-Himbeeren genommen)
- 75 g Puderzucker

Zubereitung

Als erstes habe ich den Hefeteig erstellt. Dafür mische ich in einer Backschüssel das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz. Dann grabe ich in die Mitte eine Kuhle und brösle die Hefe hinein. Anschließend kippe ich einen Teil des warmen Wassers über die Hefe und verrühre das Wasser und die Hefe, so dass sich die Hefe auflöst. Nach und nach vermenge ich die nunmehr flüssige Hefe mit der Mehlmischung und gebe das restliche Wasser hinzu. Hierfür nutze ich meist den Stil eines (Rühr-)Löffels. Außerdem gebe die zuvor geschmolzene Margarine (wenn es mal schnell gehen muss, spare ich mir das Schmelzen) und die Eier dazu. So bald ich alles so einigermaßen verrührt habe,beginne ich damit, den Teig zu kneten. Man kann hier auch ein Rührgerät mit Knethaken oder eine Küchenmaschine nehmen, aber ich mache es immer mit der Hand. Ich achte darauf, dass der Teig nicht zu klebrig ist. Ggf. füge ich Mehl hinzu. Wenn ich mit dem Teig zufrieden bin, decke ich ihn mit einem Handtuch ab und lasse ihn eine Stunde gehen. Er sollte sich ca. verdoppeln.

Zwischenzeitlich fette ich eine Kastenform.

Wenn der Teig bereit ist, knete ich ihn nochmals durch und welle ihn aus. Bei mir wird es eher ein Rechteck denn ein Quadrat, da ich ein rechteckiges Auswellbrett habe. Immer darauf achten, dass sich der Teig nach dem Auswellen noch von der (gut bemehlten) Unterfläche lösen lässt. Ansonsten lieber noch einmal von vorne beginnen. Auch das Wellholz gut mit Mehl bestäuben!

Anschließend den Teig mit der Marmelade bestreichen und längs in Streifen schneiden. Diese Streifen setzt man aufeinander und schneidet sie quer in Quadrate, die ca. so hoch wie die Kastenform sein sollten. Diese Stapel setzt man dann hintereinander in die Kastenform, so dass diese schön ausgefüllt ist.

Zugedeckt lässt man den Teig in der Kastenform an einem warmen Ort nochmals 30 Minuten gehen.

In der Zwischenzeit den Backofen bei Ober-Unterhitze 175° Grad vorheizen.

Zum Abschluss ca. 2 EL Margarineflöckchen auf dem Kuchen verteilen. Auf einem mit Backpapier oder Alufolie abgedeckten Backblech in den den Ofen schieben. Nach 20 Minuten mit Alufolie bedecken und noch einmal ca. 20 Minuten backen. Hier kommt es ein bisschen auf die Backeigenschaft des Backofens an.

Den fertig gebackenen Kuchen ca. 30 Minuten in der Form auskühlen lassen und vorsichtig stürzen und umdrehen.

Anschließend mit Beeren der Wahl verzieren. Aus 75 g Puderzucker (bei mir war es nur die Hälfte, da ich nicht genügend Puderzucker auf Vorrat hatte) mit ca. 2 EL Wasser oder Zitronensaft anrühren und über den Kuchen träufeln. Ich bevorzuge Zitronensaft, da die Zitronenglasur meine mit Abstand liebste Glasur ist.

Am Besten noch am selben Tag genießen...

Meine Version aus dem letzten Sommer: mit gemischten Beeren oben drauf

Anmerkung

Falls sie jemand wundert, warum ich keine laktosefreie Milch nehme: dadurch, dass es mir während der Zeit, als meine Laktoseintoleranz noch unentdeckt war (zu einer Zeit, als man meinte, Kinder müssten unbedingt "Kaba" trinken, um groß und stark zu werden...), öfters von Milch schlecht geworden ist, habe ich noch immer einen großen "Aber" vor diesem Produkt. Milch pur könnte ich nie im Leben trinken und heißer Kakao mit Milch geht ebenfalls nicht. Von daher habe ich nie Milch daheim. Mittlerweile benütze ich für Chiapudding z.B. Mandelmilch. Aber selbst da ist es so, dass die Mandelmilch auf keinen Fall flüssig auf dem Pudding herumschwimmen darf, sonst erinnert es mich zu stark an echte Milch...



Freitag, 5. Juni 2015

|Stefka travels| Day Trip - Bodensee

1 Tag am Bodensee = Urlaubsfeeling pur

An Fronleichnam war ich in Konstanz am Bodensee. Ein Tag am Bodensee ist für mich gleichbedeutend mit einem Tag Urlaub, denn bei schönem Wetter kommt durch das "schwäbische Meer" ein echtes Urlaubsgefühl auf. Gestern war es richtig warm, teilweise fast zu heiß, aber ich konnte den Tag trotzdem in vollen Zügen genießen.

Am schönsten waren die Abendstunden im direkt an Konstanz angrenzenden schweizer Kreuzlingen. Dort ist es nicht so überlaufen wie in Konstanz (aufgrund des teuren CHF?!) und wir haben durch Zufall eine hippe Strandbar gefunden. Am liebsten würde ich sofort zurückkehren. Beim nächsten Mal gerne auch mit Übernachtung.








Dienstag, 2. Juni 2015

|Stefka travels| Back home

Zum Abschluss möchte ich noch zusammenfassen, wie meine Reise zu Ende gegangen ist.

Wir sind am Sonntag, den 31.05.2015 am frühen Abend los geflogen und aufgrund der Zeitverschiebung am Montag, den 01.06.2015 gegen 9:30 Uhr (früher als geplant) in Frankfurt gelandet.

Aufgestanden sind wir sonntags um ca. 8:00 Uhr und haben uns in aller Ruhe fertig gemacht und den Koffer zu Ende gepackt. Kurz nach 10:00 Uhr waren wir bereit, um zum Flughafen zu fahren. Die Fahrt von Estes Park nach Denver hat knapp zwei Stunden gedauert und hat uns ein letztes Mal durch Boulder geführt. Nach dem Volltanken konnten wir unseren Mietwagen problemlos bei "Hertz" zurückgeben. Das Auto wurde lediglich oberflächlich von Außen angeschaut. Ich denke, wenn man nicht gerade eine große Beule rein fährt, bekommt man kein Problem. Insbesondere Kratzer im Innenbereich scheinen keine Rolle zu spielen.

Nun hatten wir ohne Ende Zeit am Flughafen, aber da wir uns beide gerne am Flughafen aufhalten, war das keine Belastung. Nach Abgabe der Koffer (mein Gewicht war wieder perfekt) haben wir in aller Ruhe etwas getrunken, und ich habe eine Portion Pommes gegessen. Anschließend sind wir durch die Sicherheitskontrolle und völlig unerwartet waren die Sicherheitsleute total nett und in super guter Stimmung. Am Gate habe ich mir Wasser und eine "Runner's World" Zeitschrift gekauft. 700 ml Wasser haben lediglich $ 2,50 gekostet. Da könnte man sich in Deutschland ein Beispiel nehmen.

Das Boarding begann gegen 17:30 Uhr und an unserem Platz angekommen, hatte ich ein leichtes Beklemmungsgefühl, denn die Beinfreiheit war so gering. Da bauen sie ein neues Flugzeug (bin mir ziemlich sicher, dass es ein Airbus A 380 war) und als Ergebnis kann man nicht einmal bequem sitzen, wenn man 1,66 m groß ist. Ansonsten hat mir die Flugzeit von ca. 8 Stunden nichts ausgemacht. Ich war überhaupt nicht müde (kein Wunder, meine innere Uhr lief auf US amerikanischer Zeit und da war es früher Abend) und habe damit begonnen, einen englischen Blogtext zu verfassen, der in den nächsten Tagen online gehen wird. Später habe ich mein in den USA gekauftes Buch zu lesen begonnen ("Everything Leads to You" von Nina LaCour) und bin über die Mitte hinaus gekommen. Später habe ich ca. zwei Stunden geschlafen. Es gab sowohl ein Abendessen als auch ein Frühstück und ausreichend zu trinken. Manchmal war der Flug etwas turbulent, aber ich bin niemand, der bei so etwas Angstzustände bekommt.

In Frankfurt angekommen war der Weg zum Kofferband ziemlich weit und mein Koffer war bereits auf dem Band, als ich dort angekommen bin. Rebeccas Koffer war kurz dahinter, und wir haben uns direkt zum Parkhaus aufgemacht. Dort habe ich die Parkkarte und den Parkgutschein im Auto abgeholt. Dann kam der spannende Moment am Parkautomat: haben wir im richtigen Parkhaus geparkt? Ja, hatten wir. Der Automat hat den Gutschein akzeptiert. Und wir haben richtig Geld gespart: 117,50 € haben wir vorab bezahlt und 180 € hättes es regulär gekostet.

Auf der Autobahn standen wir direkt im Stau. Willkommen in Deutschland. Der Rest der Strecke lief okay, und ich konnte Rebecca gegen 13:45 Uhr absetzen und war um 14:30 Uhr in meiner Wohnung. Als wäre ich nie weg gewesen :)

Trotz Schlafmangels habe ich mich bewusst nachmittags nicht schlafen gelegt und bin erst um 23:30 Uhr ins Bett gegangen (Relegation und Promi-WWM haben mich aufgehalten). Heute morgen hat mich fast der Schlag getroffen, als ich um 13:25 Uhr aufgewacht bin! So lange habe ich noch nie in meinem Leben geschlafen. Ansonsten geht es mir gut, und ich konnte bereits drei Maschinen Wäsche waschen, Schuhe putzen und meinen Koffer ausräumen.

Wie es mit diesem Blog weitergehen wird, weiß ich noch nicht. Das Schreiben hat mir viel Spaß gemacht, und ich möchte es nicht aufgeben.