Sonntag, 20. September 2015

|Wanderlust| Tag 7 - Wanderwoche am Wilden Kaiser: Kufstein

Für heute war sehr regnerisches Wetter angesagt. Tatsächlich hat es gar nicht so viel geregnet und man hätte vermutlich sogar wandern können. Wir haben den Tag langsam angehen lassen und haben nach dem Frühstück einige Zeit in unserem gemeinsamen Wohnzimmer verbracht. Inklusive "Bergdoktor auf YouTube Schauens".

Schließlich haben wir uns auf den Weg nach Ebbs gemacht. Das liegt hinter Kufstein und war somit nicht die beste Idee aller Zeiten, denn an diesem Tag wurde erstmals auch der Grenzübergang Kiefersfelden kontrolliert, was zu Stau auf dem Weg nach Kufstein geführt hat. Wir haben statt einer halben Stunde 1 1/2 Stunden gebraucht. In Ebbs waren wir in einem Blumenparadies, wo man Deko und Pflanzen kaufen kann. Total riesig und wirklich schön. Anschließend haben wir in Kufstein die Altstadt besichtigt, inklusive Blick auf die Festung. Kufstein ist nett, aber als "die Perle Tirols" würde ich es nicht zwingend bezeichnen. Da gefallen mir Kitz oder Innsbruck besser. Hat halt auch weder eine Weltcupabfahrt noch eine Skisprungschanze...



Zurück im Hotel bin ich mit M. und P. in der Nähe unserer Unterkunft ein Wohngebiet hoch gewandert. Sehr interessant. Riesige Häuser. Eindrucksvoll.

Abends war Tiroler Abend mit besserem Essen als von mir erwartet. Ich hatte Serviettenknödel mit viel Sauce und Gemüse. Zum Nachtisch wurde Apfelstrudel (mit Haselnüssen in der Füllung - Stichwort gescheiter Patissier) auf einem langen Holzbrett zu den Klängen der Tiroler Hymne ("Kennst Du das Land...") präsentiert. Die musikalische Untermalung war entsprechend alpenländisch mit den Highlights "Der Herrgott liebt die Volksmusik" und "Wärst Du eine Träne, würde ich dich nicht weinen, aus Angst dich zu verlieren". Zum Nachnachtisch gab es zum letzten Mal einen Schnaps. Der Umsatz wird nach unserer Abreise drastisch einbrechen...

Das war es auch schon wieder mit dem Urlaub. Ich finde diese Wehmut am Ende einer Reise traurig. Da würde man manchmal am liebsten nicht mehr wegfahren, um dieses Gefühl nicht mehr zu haben...

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