Samstag, 30. Mai 2015

|Stefka travels| Tag 3 im Rocky Mountains Nationalpark

Da es dort so lecker schmeckt, haben wir wieder im "Egg & I" gefrühstückt. Es war viel los und wir wurden auf eine Warteliste gesetzt. Entweder haben wir tatsächlich den Aufruf "Stephanie" überhört oder unser Eintrag in der Warteliste wurde übersehen, auf alle Fälle haben wir zu lange gewartet. War aber nicht schlimm, auf fünf Minuten hin oder her kam es am heutigen Tag nicht an. Ich habe wieder den "Frozen Berry Smoothie" bestellt. Dieses Mal habe ich mich beim Essen für eine Waffel mit Erdbeeren, Banane und Walnüssen entschieden. Lecker, wobei ich die Pancakes einen Tick besser gefunden habe.

Anschließend sind wir direkt in den Rocky Mountains Nationalpark und haben am Holliwell Trailhead geparkt. Von dort aus sind wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Cub Lake gewandert. Das war die meines Erachtens schönste Wanderung, die wir gemacht haben. Zu Beginn ging es stetig bergan, später erfolgte der Abstieg zum Cub Lake. Hierbei ging es auch über drei oder vier Schneefelder, die ich wieder als anstrengend und scary empfunden habe. Der sulzige Frühjahrsschnee bricht schnell ein und man versinkt beinahe bis zum Knie darin. Und neben einem geht es steil in den Abgrund. Alles ein bisschen wilder hier als in den Alpen. Wir haben ziemlich viele geschädigte Bäume gesehen, denn hier hat der Borkenkäfer gewütet. Außerdem gabe es 2012 am Cub Lake einen Waldbrand und dort stehen und liegen jetzt verkohlte Bäume. Sowohl den Borkenkäfer als auch Waldbrände betrachtet man hier als natürlichen Vorgang, der zum Kreislauf des Waldlebens dazugehört. Ein interessanter Ansatz, den mein Vater als privater Waldbesitzer vermutlich nicht teilt. Trotz Erkältung und Höhenluft bin ich mit meiner Kondition recht zufrieden. Wenn ich daran denke, wie ich vor ziemlich genau 10 Jahren am Comer See einen Berg hoch geschnauft bin... Der Cub Lake liegt sehr idyllisch und wird von Seerosen bewachsen. Mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund eine Traumkulisse. Da es kein Rundwanderweg war, ging es nach einer kurzen Rast wieder auf den gleichen Pfaden zurück zum Parkplatz. 

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Bear Lake sind wir zurück nach Estes Park. Dort haben wir uns spontan entschieden, gleich richtig zu Abend zu essen. Wir waren in einem italienischen Restaurant mit Selbstbedienung. Wieder wurden die Namen ausgerufen, und ich war ganz panisch, dass erneut etwas schief gehen könnte. Dieses Mal hat aber alles geklappt. Die Pizza war nicht schlecht, aber ich habe erneut nur knapp 3/4 geschafft. Liegt vermutlich daran, dass ohne Ende Käse auf die amerikanische Pizza kommt, was ich eher nervig finde, da man vom sonstigen Belag nichts mehr schmeckt. Ich glaube, ich muss mir nächste Woche direkt selbst Pizza backen.

Zurück in der Lodge musste ich feststellen, dass man, wenn man seine Klamotten auf der Hinreise im Koffer zusammenrollt, dies auf der Rückreise auch mit der Schmutzwäsche machen muss. Sonst passt nicht alles in den Koffer. Jetzt bin ich aber auf einem guten Weg. Kilomäßig müsste ich auch hin kommen, denn ich habe die Wanderschuhe ins Handgepäck transferiert und an Beautyprodukten habe ich einiges leer gemacht. Deshalb habe ich heute besonders ausgiebig geduscht, denn teure Biotherm Produkte möchte ich nicht mit Restinhalt wegwerfen.

Und jetzt folgt die letzte Nacht in den USA. Die Zeit ging schnell vorbei, aber ich freue mich trotzdem auf zu Hause.

Frühstück

Geschädigte Bäume

Cub Lake




Birken

Kommentare:

  1. Vielen vielen Dank für deine täglichen Berichte. Habe sie jeden Tag mit Begeisterung gelesen. Petra

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  2. Gefährliche Schneefelder kann man aber auch in den Alpen überqueren, als Kind hatten wir da bei einem Kegelausflug mal fast 2 "Verluste", die beinahe über eine Klippe gefallen wären...das ist mir heute noch total in Erinnerung obwohl ich da erst 5 war.

    Ansonsten bist du ja schon voll trainiert für unsren Urlaub, wenn ich über diese ganzen Wanderungen lese ;-)

    Ich hatte in den USA mal ne Pizza mit Käse im Rand bei Pizza Hut. Die fand ich so eklig, dass ich bis heute Vorurteile gegen Pizza Hut habe...

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  3. Pizza Hut ist Rebecca zu dem Thema auch gleich eingefallen... Scheint wirklich die amerikanische Variante der Pizza zu sein.

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