Dienstag, 21. März 2017

|Stefka reads| "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas - lass Dich in eine fremde Welt entführen...

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" 

Sarah J. Maas
Fantasy
Deutsch (original: Englisch)
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Die Autorin Sarah J. Maas ist mir im Laufe des letzten Jahres auf verschiedenen Blogs begegnet. Jeder schien von ihrer "Throne of Glass"-Reihe begeistert zu sein (die ich am Anfang zugegebenermaßen mit der "Mortal Instruments"-Serie verwechselt habe). Als ich kürzlich eine Online-Bestellung aufgegeben habe, war ich durch die vielen begeisterten Rezensionen zu Sarah J. Maas' Büchern so angefixt, dass die deutsche Ausgabe des Auftakts ihrer neuen Reihe mit in meinen Warenkorb gewandert ist. Eigentlich eher ungewöhnlich für mich, da ich solche Bücher normalweise im englischen Original auf dem E-Reader lese, aber hier hat mir das deutsche Cover so gut gefallen, dass ich mir das deutsche Hardcover bestellt habe. 

Feyre lebt gemeinsam mit ihrem Vater und ihren beiden Schwestern in bitterer Armut. Obwohl sie die jüngste der drei Schwestern ist, muss sie für das Überleben ihrer Familie sorgen, denn sie ist die einzige, die weiß wie man jagt und das erlegte Wild ausnimmt. Auf einem ihrer Jagdstreifzüge kommt es zu einer schicksalshaften Begegnung mit einem Wolf, den Feyre erlegt. Kurze Zeit später erscheint Tamlin, ein Fae, in der ärmlichen Hütte von Feyres Familie und entführt sie als Vergeltung für den Tod seines Freundes in das Reich der Fae. Auf diese Weise erfährt Feyre, dass sie keinen Wolf sondern einen Fae getötet hat... 


"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas


Sarah J. Maas gelingt es, eine ganz eigene Welt zu erschaffen. In dieser Welt existieren die Welt der Sterblichen und die Welt der Fae nebeneinander. Zunächst klingt es, als wäre die Welt der Fae märchenhaft schön und so viel besser als die Welt, aus der Feyre stammt. Die Idylle bekommt jedoch sehr schnell Risse und Feyre muss erkennen, dass sie bei Tamlin zwar keinen Hunger leiden muss, aber trotzdem an allen Ecken tödliche Gefahren lauern. 

Am Anfang kann Feyre Tamlin nicht viel mehr als Hass entgegenbringen, schließlich wurde ihr ein ganzes Menschenleben lang eingetrichtert, wie schrecklich und grausam die Fae seien. An der Stelle würde ich durchaus von Gesellschaftskritik sprechen. Die Parallelen zu real existierenden Problemen waren für mich fast erschreckend. Mit der Zeit wird es trotz aller Vorurteile immer schwerer für Feyre, sich dem rauen Charme von Tamlin zu entziehen... 

Tamlins bester Freund Lucien gehört zu meinen Lieblingscharakteren im Buch. Er ist sarkastisch, witzig und direkt und liefert sich tolle Rededuelle mit Feyre. Manchmal verbirgt er sein Herz gekonnt hinter einer schroffen Fassade, aber in den wichtigen Momenten ist er loyal und opfert sich für Feyre und Tamlin auf. 

Ich habe den Eindruck, dass viele Leser von Rhys, einem weiteren Fae, dem Tamlin und Lucien in leidenschaftlichem Hass verbunden zu sein scheinen, begeistert sind. Mir war sein Charakter ein wenig zu plakativ. Er wurde als Bösewicht in die Geschichte eingeführt, aber mir war von Anfang an klar, dass seine Rolle eine andere sein soll. Da hat mir der eigentlich beabsichtigte Überraschungseffekt gefehlt. 

Ich glaube auch erahnen zu können, wo die Konstellation Feyre - Tamlin - Rhys hinführen wird, denn die Beschreibungen zu den dreien im ersten Band haben bei mir Erinnerungen an die Sookie Stackhouse/"True Blood"-Reihe hervorgerufen. Daneben gibt es in meinen Augen Parallelen zu den "Hunger Games" von Suzanne Collins. Ich hatte bereits vorher gelesen, dass das Buch auf "Die Schöne und das Biest" basieren soll, da ich mich selbst aber weder mit dem Disney-Film noch mit dem zugehörigen Buch auskenne, kann ich mich hierzu nicht äußern. (An der Stelle muss ich wohl anmerken, dass ich animierte Filme noch nie mochte. Dasselbe gilt für Märchen jedweder Art, da diese mir zu Kindertagen einige traumatische Erlebnisse beschert haben). 


"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas


Wenn man von der einen oder anderen oben erwähnten Vorhersehbarkeit absieht, hat mich dieses Buch von der ersten Minute an total in seinen Bann gezogen. Eine klare Leseempfehlung an alle, die dem Genre Fantasy offen gegenüberstehen bzw. bei diesem Genre nicht die Meinung vertreten, dass eine Liebesgeschichte darin nichts verloren hat (ich vertrete hier eher die Ansicht, dass ich nie wieder seitenlang etwas über endlose Wanderungen oder epische Schlachtszenen lesen möchte. Der eine oder andere Mann, der mir gewisse Fantasy-Epen empfohlen hat, darf sich an der Stelle durchaus angesprochen fühlen ;-). 

Mein einziges Problem ist aktuell, dass ich einerseits wahnsinnig gern wissen möchte, wie es mit Feyre, Tamlin, Lucien und Rhys weitergeht, andererseits die deutsche Ausgabe des zweiten Bandes noch nicht erschienen ist. Aber ich hätte so gerne ein einheitliches Bild in meinem Bücherregal und möchte die deutsche Version von Teil 2 neben dem bereits erworbenen Band 1 stehen haben. Decisions, decisions, decisions...

Sonntag, 19. März 2017

|Behind the Screens #13| Jura, Hörbücher, DIY

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.


Tulpen Deko
Frühlingsboten

Wie war Deine Woche? 

Anstrengend. Ich hatte am Mittwoch einen beruflichen Termin bei Gericht und das war so nervenaufreibend und sowohl geistig als auch körperlich auslaugend (das glaubt einem keiner, wie anstrengend es sein kann, 1 1/2 Stunden am Stück zu reden...), dass ich den Rest der Arbeitswoche richtig fertig war. Vor allem, da ich an den beiden darauffolgenden Tage weitere Besprechungen hatte.

Dafür habe ich mir am Mittwoch auch etwas gegönnt: ein Hörbuch-Abo. Ich habe mich lange dagegen gesträubt, da ich "richtige" CDs bevorzuge, aber nachdem ich am Mittwoch Abend zum wiederholten Mal ohne neues Hörbuch da saß, obwohl am nächsten Tag eine lange Autofahrt auf meinem Plan stehen sollte, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe das Abo abgeschlossen. Ich höre über mein Smartphone (wäre also bei meinem alten Handy keine Option gewesen, denn da war der Speicher schon für weitere Apps zu klein). Somit habe ich den Vorteil, dass ich keine weiteren CDs anhäufe (Stichwort Minimalismus und Bücher). Das gefällt mir gut. Als erstes heruntergeladen habe ich mir "Liebe mich nicht" (GötterFunke 1) von Marah Woolf. Gefällt mir super gut bislang. Genau das richtige für Autofahrten.

Heute geht die Wintersportsaison zu Ende. Irgendwie seltsam, denn gefühlsmäßig war gestern erst Sölden/Sjusjøen etc. und nun soll schon alles vorbei sein. Da die Ergebnisse aktuell nicht meinem Geschmack entsprechen (insbesondere im Ski alpin), bin ich aber gar nicht sooo traurig, dass es vorbei ist. 

Das Regenwetter gestern war wirklich extrem eklig (da ist mir ein richtiger Winter 100x lieber - so wie die eiskalten Tage im Januar), weshalb ich meinen Sport nach drinnen verlegt habe. Heute war ich dafür morgens wie geplant laufen, was sehr schön war. Dank des eher trüben Wetters waren kaum Menschen und Pollen unterwegs - was ich als ausgesprochen angenehm empfunden habe.

Außerdem musste ich mich ein bisschen über Freunde wundern, die vor lauter eigener Probleme keinerlei Empathie für andere mehr zu haben scheinen. Versteht mich nicht falsch, ich weiß zu schätzen, dass es mir selbst gut geht, aber ein bisschen Interesse an meiner Lebenssituation wäre schön. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Leute meinen, man würde ein perfektes Leben führen, nur weil man nicht jammert und kein künstliches Drama veranstaltet.


Flow Magazin Finnland
Übernächste Woche geht es für mich nach Helsinki - darauf bereite ich mich mit einem kleinen Extra-Heft aus der neuen "Flow" vor.

Welches Buch war dein Lesehighlight im Februar und wieso?

Die Frage kann ich schnell und ohne zu zögern beantworten: "Paper Princess" von Erin Watt. Endlich wieder ein Buch, das mich ab Minute eins in seinen Bann gezogen hat. Und gibt es etwas schöneres, als wenn man sich in einen Charakter in einem Buch verliebt? I {heart} Easton Royal.


Schmuckschale nach einem DIY von paulsvera

Was war Dein Wochenhighlight?

Dass ich endlich mal wieder eine DIY-Idee umgesetzt habe. Auf dem Blog von paulsvera habe ich eine Schmuckschale aus Modelliermasse (F*I*M*O) entdeckt, die ich gestern gebastelt habe. Verziert habe ich sie mit einem goldenen Nagellack von Essie.

Blogrückblick

"New York, Actually von Sarah Morgan" - oder wenn Dich das Buch einer Lieblingsautorin nicht vom Hocker reißt...

"Weißwurst-Connection" von Rita Falk - oder wenn der Eberhofer sogar für seine Verhältnisse schlampig ermittelt

Ich bin ein Königskind! - warum die Bücher aus dem Königskinder-Verlag etwas besonderes sind

Samstag, 18. März 2017

|Stefka reads| "Ich bin ein Königskind" - Warum ich die Bücher der Königskinder liebe...

Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan der Bücher aus dem Königskinder-Verlag bin. Das liegt daran, dass die Bücher aus diesem Verlag brillante Inhalte mit einer liebevollen Gestaltung des Covers verbinden. So wird jedes einzelne Buch zu einem echten Schmuckstück. Deshalb stand für mich auch außer Frage, dass ich mich an der Blogparade "Ich bin ein Königskind" beteiligen werde.


Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Oben sieht man die beiden Titel aus dem Königskinder-Verlag, die ich bereits besitze. Hinzu kommt noch "Jane & Miss Tennyson", was jedoch bei meinen Eltern daheim in meinem Bücherregal steht. "Annähernd Alex" und "Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennett gehören zu meinen Favoriten im Jugendbuchbereich und waren echte Lesehighlights für mich, da sie die typische Leichtigkeit eines Jugendbuchs mit Tiefgang vereinen. Alle drei Bücher sind in meinen Augen eine klare Leseempfehlung. 


Ich bin ein Königskind - Bücher aus dem Königskinder Verlag


Mit großem Interesse habe ich mir deshalb auch das neue Verlagsprogramm der "Könisgkinder" durchgeschaut. Als Favorit ist mir hierbei "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee ins Auge gestochen. Ein historisches Jugendbuch mit Witz, das hört sich nach einem kurzweiligen Lesevergnügen an, das ich mir nicht entgehen lassen möchte.

Das schönste Kompliment, das ich dem Königskinder-Verlag machen kann, ist, dass ich bei Büchern, die von ihnen verlegt werden, immer zur deutschen Übersetzung greife, obwohl ich mich normalerweise in solchen Fällen für das englische Original entscheide. 
  


Freitag, 17. März 2017

|Stefka reads| "Weißwurst-Connection" von Rita Falk - Neues vom Eberhofer...

"Weißwurst-Connection" von Rita Falk - Neues vom Eberhofer...

"Weißwurst-Connection" 

Rita Falk
Franz Eberhofer #8
Krimi
Deutsch
Hörbuch
3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Endlich wurde es eröffnet, dass Nobelhotel von Niederkaltenkirchen, das passenderweise den Namen "Heimatwinkel" trägt und doch die Dorfgemeinschaft in Befürworter und Gegner gespalten hat. Wer glaubt, der Eberhofer könnte nun als Dorfpolizist wieder eine ruhige Kugel schieben, der irrt sich, denn bereits in der Eröffnungswoche wird ein Gast tot in der Badewanne aufgefunden. Der Eberhofer unterstützt die Hotelchefin nicht nur beim diskreten Abtransport der Leiche sondern macht sich auch auf die Suche nach dem Mörder.

Allerdings eher halbherzig und unkonzentriert, denn in seinem Privatleben geht es gerade hoch her: der Babba ist in Spanien, dafür lungert sein ungeliebter Bruder Leopold ständig auf dem Hof herum und stört Eberhofers himmlische Ruhe im Saustall durch hochfliegende Pläne vom Bau eines gemeinsamen Doppelhauses im hofeigenen Garten. Sowohl der Flötzinger als auch der Simmerl kämpfen mit Eheproblemen (die beim Metzgerehepaar dadurch verstärkt werden, dass es den von Gattin Gisela verhätschelten Sohnemann Max vom Gaul haut - frag' nicht...), so dass überraschenderweise der Eberhofer aktuell die glücklichste Beziehung von ganz Niederkaltenkirchen mit der Susi und dem kleinen Paul führt. Wäre da nicht die bereits erwähnte und von Susi durchaus forcierte Doppelhaushälfte, die wie ein Damoklesschwert über dem Eberhofer schwebt. Zum Glück kann sich der Eberhofer in diesen turbulenten Zeiten der Unterstützung vom Rudi sicher sein, der zwar noch immer in manchen Situationen ein weibisches Getue an den Tag legt, der sich aber auch bereitwillig im "Heimatwinkel" Undercover einschleicht... 

Eigentlich bin ich großer Fan vom Eberhofer, denn aufgrund der eigenwilligen, dialektlastigen Schreibweise von Rita Falk und des brillanten Vortrags von Christian Tramitz gehört es zum unterhaltsamsten, was deutsche Hörbücher zu bieten haben. Zu Beginn war ich auch durchaus angetan von diesem achten Band der Reihe, denn schon alleine das "Wiederhören" von all den altbekannten und liebgewonnenen Charakteren wie dem Eberhofer, der Oma und dem fränkischen Leichenfledderer macht einfach Spaß. Im letzten Drittel hat dieser Spaßfaktor für mich jedoch deutlich gelitten, denn Eberhofers sowieso noch nie sonderlich strukturierten Ermittlungen waren hier dermaßen wirr, dass ich nur den Kopf schütteln konnte.

Außerdem wird ein zwar überschaubarer - aber trotzdem in ausreichender Zahl vorhandener - Kreis von verdächtigen im Laufe der Geschichte ins Spiel gebracht, der sich aber plötzlich und völlig unausgegoren in Luft auflöst. Mit dem Ergebnis, dass ich bis zum abrupten Ende der letzten CD darauf gewartet habe, dass sich vielleicht doch noch eine Wendung ergibt.

Mir ist durchaus klar, dass ich beim Eberhofer keine durchdachte Ermittlungsarbeit und eine Thriller artige Krimihandlung erwarten darf, aber dieses Mal war der Mordfall definitiv viel zu nebensächlich, was bei mir das Gefühl zurücklässt, dass das komplette Potential dieses Handlungsstrangs verschenkt wurde. Auch die privaten Nebenkriegsschauplätze - die in diesem achten Band die Hauptrolle eingenommen haben - sind mit der Zeit ausgelutscht. Wir wissen mittlerweile alle, dass die Oma schlecht hört, der Babba auf die Beatles steht, der Leopold nervt und der Franz bindungsunfähig ist. Hier wird dringend frischer Wind benötigt - aber bitte nicht durch den neu aufgetauchten Bestatter mit untrüglichem Gespür für Mörder, bei dem ich mich noch immer frage, warum er überhaupt im Buch erwähnt wurde.

Ich hoffe, dass das nur eine vorübergehende Schwäche war und der Franz im nächsten Band wieder zur gewohnten Form auflaufen wird. Ich werde ihm noch eine Chance geben - aber auch nur eine!